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Herbert von Karajan

* 05.04.1908 - † 16.07.1989


Herbert von Karajan wurde am 5. April 1908 als der jüngere von zwei Söhnen des Primararztes Ernst von Karajan (1868-1951) und seiner Frau Martha, geb. Kosmac in Salzburg geboren. Karajans Vater, Ernst von Karajan wirkte als Chirurg am St. Johanns-Spital in Salzburg. Seine Vorfahren waren aus Griechisch- Mazedonien über Wien in das Kurfürstentum Sachsen eingewandert, wo Georg Johann Karajannis am 1. Juni 1792 vom deutschen Reichsvikar Friedrich August Herzog von Sachsen in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation erhoben wurde.

Herbert von Karajan erhielt bereits im Alter von drei Jahren seinen ersten Klavierunterricht, von Franz Ledwinka, der das Mozarteum-Orchester leitete. Von 1916 bis 1926 war Herbert von Karajan Schüler am Konservatorium Mozarteum in Salzburg. Seinen ersten öffentlichen Auftritt als Pianist anlässlich einer Mozart-Feier des Konservatoriums hatte Karajan im Alter von neun Jahren im Großen Saal des Mozarteums.

Am Salzburger Humanistischen Gymnasium maturierte Karajan 1926 mit einer schriftlichen Arbeit über das Thema "Moderne Verbrennungskraftmaschinen - Ihre wärmetechnischen und dynamischen Grundlagen". Ebenfalls in diesem Jahr absolvierte er das Mozarteum.

Nach der schulischen Ausbildung begab sich Herbert von Karajan 1926 nach Wien, wo er das Studium der Technik an der Technischen Hochschule in Wien parallel zu seinen musikalischen Studien an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst begann. An letzterer belegte Herbert von Karajan die Klassen von Josef Hofmann (Klavier), Alexander Wunderer und Franz Schalk (Dirigieren). Zusätzlich besuchte der angehende Kapellmeister vier Semester lang musikwissenschaftliche Vorlesungen und Übungen an der Universität Wien bei Wilhelm Fischer, Guido Adler, Egon Wellesz, Rudolf von Ficker und Alfred Orel und inskribierte am Institut für Anglistik.

Am 17. Dezember 1928 dirigiert Herbert von Karajan in einem Konzert der Studierenden der Kapellmeisterklasse Alexander Wunderers die Ouvertüre zu G. Rossinis "Guillaume Tell". Am 19. April des selben Jahres dirigiert Herbert von Karajan "Salome" von R. Strauss im Salzburger Festspielhaus.

Während eines Konzerts am Mozarteum am 22. Januar 1929 mit Werken von Tschaikowsky, Mozart und Strauss konnte sich Karajan so überzeugend behaupten, dass ihn der Intendant des Ulmer Stadttheaters zu einem Probedirigat einlud.

Herbert von Karajan übernahm daraufhin von 1929 bis 1934 für fünf Spielzeiten als Kapellmeister die Leitung des Ulmer Stadttheaters und eröffnete die Saison am 2. März 1929 mit Mozarts Oper "Die Hochzeit des Figaro". Aufführungen von" Rigoletto", "Martha" und "Don Giovanni" folgten. Mit dem kleinen Orchester und den zum Teil ungeübten Sängern erarbeitete Karajan in über zwanzig Opernpremieren und unzähligen Abendvorstellungen ein umfangreiches Repertoire und erwarb sich damit die praktische Grundlage für seine künstlerische Arbeit. Während der Ferien konnte der junge Kapellmeister in seiner Heimatstadt hospitieren.

Im Sommer 1933 konnte Karajan als Dirigent der Walpurgisnachtszene in der legendären Inszenierung Goethes "Faust" von Max Reinhardt bei den Salzburger Festspielen, unter der Leitung von Bernhard Paumgartners, mitwirken.

Herbert von Karajan erhält von 1934 bis 1942 ein Engagement am Aachener Stadttheater, von dessen Intendanten er 1935 für die Leitung der Symphoniekonzerte und Opernaufführungen engagiert worden war. Karajans Erfolg zeichnete sich bereits mit seiner ersten Aachener Aufführung des "Fidelio" ab und erreichte einen ersten Höhepunkt mit der Ernennung zum Generalmusikdirektor am 12. April 1935.

Karajan wurde nach Amsterdam und Stockholm eingeladen und schließlich nach Wien gerufen, um am 1. Juni 1937 einen Gastabend an der Wiener Staatsoper, mit "Tristan und Isolde" von Richard Wagner, zu dirigieren. Damit hatte ihm eines der berühmtesten Opernhäuser die Türen geöffnet.

Am 8. April 1938 dirigierte er erstmals das Berliner Philharmonie Orchester in einem Konzert mit Werken von Mozart, Ravel und Brahms. Am 26. Juli 1938 heiratete Karajan die Sängerin Elmy Holgerloef, erste Soubrette am Stadttheater in Aachen.

Am 30. September des selben Jahres dirigiert Karajan erstmals an der Berliner Staatsoper den "Fidelio" von Ludwig van Beethoven. Die triumphale Aufführung von "Tristan und Isolde" am 21. Oktober des Jahres brachte Karajan internationales Ansehen und der Musikkritiker Edwin von der Nüll betitelte den Dirigierstil als das "Wunder Karajan".

Ebenfalls in diesem Jahr kommt es zum ersten, bis 1943 bestehenden, Vertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Neben seiner Aachener Tätigkeit wurde Karajan 1939 als Staatskapellmeister an die Berliner Staatsoper und als Leiter der Symphoniekonzerte der Preußischen Staatskapelle berufen. Die Staatskapelle war auch jenes Orchester mit dem Karajan erste Einspielungen, wie die Ouvertüre zur Oper "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart, auf Tonträgern produzierte. Am 18. Februar 1940 dirigiert Karajan die "Elektra" von Richard Strauss in Anwesenheit des Komponisten an der Staatsoper unter den Linden in Berlin.

Bereits im Frühjahr 1941 hatte man Karajan in Aachen mitgeteilt, dass man seinen Vertrag nicht verlängern könne, sodass am 22. April 1942 sein letzter Aachener Auftritt mit J. S. Bachs "Matthäuspassion" am Aachener Stadttheater stattfand.

Ebenfalls 1942 ehelichte Karajan Anita Gütermann. Nach dem Auslaufen der Verträge mit der Stadt Aachen entband man ihn auch von seinen Verpflichtungen an der Berliner Staatsoper. In der Folgezeit beschränkte sich Karajans Tätigkeit auf wenige Symphoniekonzerte mit der Staatskapelle, mit der er auch einige Konzertreisen unternahm. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hielt sich Karajan vorwiegend in Italien, in Mailand, Como und Triest, auf und war auf gelegentliche Gastdirigate angewiesen.

1945 kehrte Karajan wieder nach Österreich zurück, dirigierte am 12. Januar 1946 sein erstes Nachkriegskonzert mit den Wiener Philharmonikern im Wiener Musikverein und wirkte bei den ersten Salzburger Festspielen nach dem Krieg mit.

Über einen Zeitraum von annähernd zwei Jahren konnte Herbert von Karajan keine öffentlichen Konzerte in Österreich geben, nachdem durch die russische Besatzungsmacht ein Dirigierverbot über den in die NSDAP eingetretenen Dirigenten verhängt worden war. Und dies, obwohl Karajan durch seine Heirat mit Anita Gütermann drei Jahre vor Kriegsende bei den Nationalsozialisten in Ungnade gefallen war.

Zu dieser Zeit machte Herbert von Karajan die Bekanntschaft mit Walter Legge, dem Künstlerischen Direktor der Columbia Records. Legge, der für seinen Konzern viel versprechende Spitzenmusiker engagierte, hatte 1946 das Philharmonia Orchestra London gegründet und konnte Karajan für eine künstlerische Zusammenarbeit gewinnen. Mit Herbert von Karajan wirkte das Philharmonia Orchestra London von 1948 bis 1960 in beispielhaften Konzerten und Einspielungen.

Im Oktober 1947 begann eine langjährige musikalische Zusammenarbeit mit dem Wiener Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, zu dessen Künstlerischem Direktor "auf Lebenszeit" er im darauf folgendem Jahr ernannt wurde. Ebenfalls 1947 wurde Herbert von Karajans Dirigierverbot wird offiziell aufgehoben.

1948 wirkte Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen mit, und wurde nach einem erfolgreichen ersten Konzert zum Chefdirigenten der Wiener Symphoniker gewählt, eine Position, die bis 1953 innehatte.

Am 28. Dezember 1948 trat der Dirigent zum ersten Mal an das Pult im Orchestergraben der Mailänder Scala. Die Aufführung der Oper "Le nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Salzburger Inszenierung fand unter Mitwirkung der Solisten der Salzburger Festspiele, Elisabeth Schwarzkopf, Irmgard Seefried, Giuseppe Taddei, Sena Jurinac und vieler anderer in einer fulminanten Premiere statt und leitete den Beginn seiner Funktion als ständiger Gastdirigent und Leiter der deutschen Stagione an der Mailänder Scala ein.

Auch die Internationalen Musikfestwochen Luzern hatten Herbert von Karajan im Sommer 1948 erstmalig eingeladen. Daraus entwickelte sich ein vierzigjähriges Zusammenspiel mit dem renommierten Schweizer Musikfestival, das einzig 1960, im Jahr der Geburt seiner ersten Tochter Isabel unterbrochen wurde.

An den ersten Bayreuther Nachkriegs-Festspielen nahm Herbert von Karajan im Jahre 1951 teil. Mit dem Bayreuther Festspielorchester führte er Wagners "Meistersinger" und erstmals alle vier Abende des "Ring des Nibelungen" in einer Inszenierung von Wieland Wagner auf. 1952 dirigierte Karajan während der Bayreuther Festspiele "Tristan und Isolde".

Im September 1953 fand Karajans erstes Konzert mit dem Berliner Philharmonischen Orchester nach dem Krieg statt. Im Jahr 1955 wurde Herbert von Karajan, als Nachfolger Wilhelm Furtwänglers, zum Chefdirigenten des Berliner Philharmonischen Orchesters ernannt und im darauf folgenden Jahr sein Vertrag auf Lebenszeit verlängert. Bereits 1955 begab sich Karajan mit den Berliner Philharmonikern auf die erste Amerika Tournee und zwei Jahre später auf die erste Japan-Tournee.

1956 wurde Karajan zum künstlerischen Leiter der Salzburger Festspiele und der Wiener Staatsoper ernannt. Mit dem 1. Januar 1957 begann Herbert von Karajan offiziell seine Direktionstätigkeit am Wiener Opernhaus, die im Jahre 1964 nach Konflikten mit Personal und Politik schließlich beendet wurde. Herbert von Karajan förderte die Kooperation mit der Mailänder Scala und führte das Prinzip der Gastsänger ähnlich dem Stagione-Betrieb sowie die Einhaltung der Originalsprache der Operntexte ein.

Am 6. Oktober 1958 heiratet Herbert von Karajan in zweiter Ehe die 19jährige Französin Eliette Mouret.

"Ein Heldenleben" von Richard Strauss, war die erster Stereo-Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Leitung Herbert von Karajans die aus der 1959 beginnenden langjährigen Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft entstand. Im Herbst des Jahres 1959 unternahmen die Berliner Philharmoniker unter Leitung Herbert von Karajans eine Weltreise, die sie unter anderem nach Indien, China, Japan, auf die Philippinen und in die USA führte.

Am 25. Juni 1960 wurde Karajans Tochter Isabel und am 2. Januar 1964 seine zweite Tochter Arabel geboren, deren Patenschaft die Wiener Philharmoniker übernahmen.

Bereits am 15. Oktober 1963 hatte Karajan das Eröffnungskonzert der Berliner Philharmonie mit Beethovens Neunter Symphonie dirigiert.

Im August 1964 wurde Herbert von Karajan in das Direktorium der Salzburger Festspiele berufen und im September des selben Jahres unternahm er mit dem Ensemble der Mailänder Scala eine erste Tournee in die Sowjetunion.

Seine Interessen an den modernen Aufzeichnungssystemen verstärkten führten ab 1965 zum Beginn einer regen Produktion von Opern- und Konzertverfilmungen als Regisseur und Dirigent in intensiver Zusammenarbeit mit dem französischen Filmregisseur Henri-Georges Clouzot. Bis 1967 entstanden fünf Verfilmung musikalischer Meisterwerke.

Mit der Gründung der Osterfestspiele Salzburg unter der Künstlerischen Gesamtleitung Herbert von Karajans, wurden am 19. März 1967 die Festspiele mit der Oper "Die Walküre" von Richard Wagner eröffnet. Ab November diesen Jahres stellte er die Inszenierung als Gastdirigent an der Metropolitan Opera in New York vor.

Mit dem sechzigsten Geburtstag des Dirigenten 1968 mehrten sich die Ehrungen, die ihm durch sein Publikum zuteil wurden. Bereits am 4. März 1968 war ihm der Ring des Landes Salzburg verliehen worden und am 4. April erhielt er Ehrenbürgerschaften der Stadt Salzburg. Am 8. April diesen Jahres wurde ihm das "Goldene Grammophon" durch die Deutsche Grammophon Gesellschaft Hamburg verliehen und am 14. August 1968 wurde er zum Ehrensenator der Universität Salzburg ernannt. Er selbst gründete die Herbert von Karajan Stiftung in Berlin, die bis heute der Nachwuchsförderung von jungen Musikern dient und der später die Orchesterakademie des Berliner Philharmonischen Orchesters und ein Dirigentenwettbewerb angeschlossen wurde.

1969 folgte die Gründung der Salzburger Karajan-Stiftung, die vornehmlich der wissenschaftlichen Erforschung neurophysiologischer Vorgänge in der akustischen Wahrnehmung gewidmet war, ihr diente ein eigenes Institut für experimentelle Musikpsychologie an der Universität Salzburg. Im Jahr 1969 begann auch die künstlerische Zusammenarbeit mit dem Orchestre de Paris, dessen Conseiller musical Herbert von Karajan bis 1971 bleiben sollte.

1972 wurden die Salzburger Pfingstkonzerte gegründet, deren künstlerische Gesamtleitung Herbert von Karajan hatte. Am 24. November 1973 wurde Herbert von Karajan die Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin verliehen.

Mit dem siebzigsten Geburtstag des Maestro stellten sich abermals Ehrungen und Auszeichnungen ein, so wurde Herbert von Karajan bereits am 13. April 1977der "Ernst von Siemens-Musikpreis" in München verliehen. Im darauf folgendem Jahr wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität München, am 12. Mai 1978 der Doctor philosophiae h. c. der Universität Salzburg und am 21. Juni 1978 der Doctor of Music h. c. der University of Oxford verliehen. 1979 folgte die Auszeichnung mit dem "Grand Prix International du Disque" der Académie Charles Cros durch den französischen Staatspräsidenten Giscard d`Estaing und am 13. Oktober des Jahres die Verleihung des Ehrendoktorats durch die Waseda-Universität von Tokio.

In seinem Wohnort Anif bei Salzburg wurde das erste Produktionswerk zur Herstellung der neuen Tonträger aufgebaut. Am 15. April 1981 konnte das "Compact Disc Digital Audio System" zusammen mit dem damaligen Präsidenten des japanischen Konzerns Sony, Akio Morita und dem Vizepräsidenten Norio Ohga im Rahmen einer Pressekonferenz der Salzburger Osterfestspiele vorgestellt werden. Am 27. Juli 1981 wurde Herbert von Karajan der Kyrill-und-Methodus-Ordens Erster Klasse in Sofia für Verdienste um bulgarische Künstler verliehen. Am 1. Dezember des selben Jahres gab Herbert von Karajan das erstes Konzert im neuen Leipziger Gewandhaus mit den Berliner Philharmonikern.Erstmals unter dem Einsatz der neuen digitalen Aufnahmemöglichkeit begann der Dirigent mit seiner vierten Gesamteinspielung der Beethov`schen Symphonien, die gleichzeitig von seiner 1982 gegründeten Firma Télémondial unter der Leitung von Karajans langjährigem Berater, Dr. Uli Märkle, auch für Laser Disc verfilmt wurden.

Für die Einspielung von Gustav Mahlers 9. Symphonie und Richard Wagners Parsifal aus dem Jahre 1981 wurde Herbert von Karajan am 2. März 1982 in London mit dem "Grammophone Award" geehrt.

Am 30. April 1982 dirigierte Herbert von Karajan das Jubiläumskonzert zum 100. Geburtstag des Berliner Philharmonischen Orchesters und am 14. Juni diesen Jahres wurde ihm durch den damaligen Bürgermeister Jacques Chirac in Paris der "Médaille du Vermeil" überreicht.

Im März 1983 wurde Herbert von Karajan für die "Gold Medal" der Royal Philharmonic Society in London nominiert, die man ihm 1984 verlieh. Am 5. April 1983 wurden Herbert von Karajan anlässlich seines 75. Geburtstag zahlreiche Ehrungen zu teil und im Oktober diesen Jahres erhält er den Internationalen Musikpreis der UNESCO.

1984 erscheint die erste digitale Gesamtaufnahme der neun Beethoven-Symphonien mit den Berliner Philharmonikern, die von der Firma TELEMONDIAL verfilmt wurde.

Zu einem der Höhepunkte seiner letzten Jahre gehörte die musikalische Gestaltung der Peter-und-Pauls-Messe im Petersdom, die am 29. Juni 1985 von Papst Johannes Paul II. zelebriert wurde und in der Karajan unter Mitwirkung der Wiener Philharmoniker und des Wiener Singvereins Wolfgang Amadeus Mozarts "Krönungsmesse" aufführen konnte. Die Messe wurde von der Firma TELEMONDIAL aufgezeichnet und weltweit im Fernsehen übertragen.

Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Großen Festspielhauses wurde Herbert von Karajan im August 1985 der "Ehrenring der Salzburger Festspiele" überreicht und am 7. Dezember diesen Jahres kann er eine 30jähriges Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern feiern.

Am 25. / 26. Januar 1986 dirigiert Karajan die Gedenkkonzerte zur Wiederkehr des 100. Geburtstages Wilhelm Furtwänglers und im Juni erhält er in Athen den "Olympia-Preis" der Onassis Stiftung, dessen Erlös der Förderung junger Sänger zugute kommt.

Am 1. Januar 1987 dirigiert Herbert von Karajan das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das weltweit im Fernsehen übertragen wird. Am 1. Mai 1987 dirigiert Karajan das Eröffnungskonzert der 750-Jahrfeier der Stadt Berlin und am 28. Oktober das Eröffnungskonzert des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie mit Anne-Sophie Mutter.

Zu seinem 80. Geburtstag werden Herbert von Karajan erneut zahlreiche Ehrungen zu teil, darunter die Veröffentlichung der Deutschen Grammophon Gesellschaft von "100 Meisterwerke" in der "Karajan-Edition" mit Gemälden Eliette von Karajans auf dem Cover.Von April bis Mai 1988 unternahm er eine letzte Japan-Tournee und Oktober 1988 eine Europa-Tournee mit dem Berliner Philharmonischen Orchester.Im Februar 1989 gab Karajan sein letztes Gastspiel in den USA mit den Wiener Philharmonikern.

Inmitten der intensiven Probenarbeit zu Verdis Un ballo in maschera, den Karajan erstmals in Salzburg präsentieren wollte, verstarb der Dirigent am 16. Juli 1989 an Herzversagen. Herbert von Karajan wurde in Anif bei Salzburg beigesetzt.

Zitate von Herbert von Karajan


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Foto des Autoren Herbert von Karajan
Herbert von Karajan

 

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