Sie befinden sich hier:  ▶ Startseite  ▶ Autoren-Index B ▶ Bonhoeffer, Dietrich

 ▼ Zur Auswahl der vorhandenen Texte ▼ 

Dietrich Bonhoeffer

* 04.02.1906 - † 09.04.1945


Am 4. Februar 1906 werden die Zwillinge Sabine und Dietrich Bonhoeffer als Kinder des Professors fr Psychiatrie und Neurologie Karl Bonhoeffer und dessen Ehefrau Paula (geb. von Hase) in Breslau geboren. 1912 siedelt die Familie nach Berlin ber.

Von 1923 bis 1927 studiert Dietrich Bonhoeffer Theologie in Tbingen spter in Rom und Berlin und erhlt 1927, mit der Arbeit "Sanctorum communio" (Untersuchung zur Soziologie der Kirche), die Promotion in Berlin. Im Januar 1929 legt Bonhoeffer das Erste theologische Examen ab und erhlt daraufhin ein Vikariat in Barcelona. Von 1929 bis 1930 wird Bonhoeffer Assistent an der Theologischen Fakultt Berlin. In diesem Jahr macht Bonhoeffer sein Zweites theologisches Examen und erhlt die Habilitation. Anschlieend begibt sich Bonhoeffer zu einem Studienaufenthalt am Union Theological Seminary in New York, USA.

In den Jahren von 1931 bis 1933 ist Bonhoeffer Privatdozent an der Universitt Berlin und Studentenpfarrer an der Berliner Technischen Hochschule. In Bonn lernt Bonhoeffer zu dieser Zeit Karl Barth kennen. Nach Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler reist Bonhoeffer von 1933 bis 1935 nach Grobritannien und bernimmt die Betreuung der deutschen evangelischen Gemeinde in London-Sydenham. Als Leiter der deutschen Jugenddelegation nimmt Bonhoeffer 1934 an der kumenischen Tagung auf Fan in Dnemark teil und warnt in seiner "Friedensrede" vor der drohenden Kriegsgefahr.

Vertreter der "Bekennenden Kirche", die das Christentum und die NS-Rassenideologie als miteinander unvereinbar erklrt, bitten Bonhoeffer 1935 um seine Rckkehr nach Deutschland. Obwohl er sich des Risikos christlichen Bekennens im Nationalsozialismus bewusst ist, folgt er dem Ruf zur Leitung des Predigerseminars der "Bekennenden Kirche" in Zingst und Finkenwalde (bei Stettin). Im August 1936 wird Bonhoeffer die Lehrerlaubnis fr Hochschulen entzogen und ein Jahr spter wird durch einen Erlass Heinrich Himmlers die Schlieung des Finkenwalder Predigerseminars verfgt. Bonhoeffer setzt seine Arbeit jedoch im Untergrund fort. Bonhoeffer lehnt 1939 eine Berufung in die USA ab und kehrt kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs von einer Vortragsreise aus Nordamerika nach Deutschland zurck. Das von ihm illegal geleitete Predigerseminar wird 1940 zum zweiten Mal geschlossen. Bonhoeffer erhlt Rede- und Schreibverbot auch seine Geschwister, Klaus Bonhoeffer und Christine von Dohnanyi, engagieren sich im Widerstand.

Bonhoeffer erhlt 1940, ber seinen Schwager Hans von Dohnanyi, Anschluss an den politisch-militrischen Widerstand um Admiral Wilhelm Canaris, der ihn bis 1943 im Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) beschftigt. Als Vertrauensmann knpft Bonhoeffer mit Hilfe seiner kumenischen Kontakte Verbindungen zwischen den westlichen Regierungen und dem deutschen Widerstand. In Schweden trifft Bonhoeffer 1942 als Vertreter der deutschen Opposition George Bell, den Bischof von Chichester. Beide errtern Friedensplne nach einer Ausschaltung Hitlers. Das britische Auenministerium weigert sich, mit einer neuen deutschen Regierung Frieden zu schlieen, ohne dass diese bedingungslos kapituliert. Am 7. Januar 1943 verlobt sich Bonhoeffer mit Maria von Wedemeyer. Wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung wird Bonhoeffer am 5. April 1943 von der Gestapo verhaftet und im Militrgefngnis Berlin-Tegel inhaftiert. Von dort folgt wenig spter die Inhaftierung im Berliner Gestapogefngnis in der Prinz-Albrecht-Strae, von wo er ins Konzentrationslager Buchenwald verbracht wird. Erst 1944, nach dem gescheiterten Attentat gegen Hitler vom 20. Juli 1944 gelingt es der Gestapo, Bonhoeffer seine Widerstandsttigkeit nachzuweisen. Am 8. April 1945 wird Bonhoeffer von der SS in das Konzentrationslager Flossenbrg verschleppt.

Kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbrg durch die Amerikaner, werden Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Canaris und General Hans Oster von einem SS-Standgericht zum Tode verurteilt.

Am 9. April 1945, dem Tag der Urteilssprechung, wird Dietrich Bonhoeffer durch den Strang hingerichtet.



Zitate von Dietrich Bonhoeffer

Insgesamt finden sich 11 Texte im Archiv.
Es werden maximal 5 Texte, tglich wechselnd, angezeigt.


Zurck zum Seitenanfang