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Johannes Brahms

* 07.05.1833 - † 03.04.1897


Johannes Brahms wurde am 7.Mai 1833 in Hamburg geboren. Dort wuchs er in armen Verhältnissen als zweites von drei Kindern auf.

Im Alter von sieben Jahren erhielt Johannes Brahms seinen ersten Musikunterricht vom Vater, einem Stadtmusikanten. Später wurde er durch E. Marxsen, dem damals bedeutendsten Hamburger Musiklehrer, in Klavier, Komposition und Theorie unterrichtet, überflügelt jedoch bereits nach drei Jahren seinen Lehrer. Seine Umwelt erkannte schon früh sein Talent und begann ihn besonders zu fördern, im Alter von 10 Jahren trat Brahms zum ersten Mal öffentlich als Pianist auf.

1853 verließ der zwanzigjährige Johannes Brahms Hamburg und unternahm mit dem jungen ungarischen Geiger E. Remènyi eine Konzertreise. In Hannover begegnete er dem schon damals berühmten Geiger Joseph Joachim, mit dem ihn noch eine lebenslange Freundschaft verbinden wird. Durch Joachim wird ihm ein Treffen mit Franz Liszt in Weimar ermöglicht.

Auf Empfehlung Joachims besuchte Brahms Robert Schumann und dessen Ehefrau Clara in Düsseldorf. Die Begegnung Brahms´ mit Schumann war entscheidend für seine weitere Entwicklung. Robert Schumann stellte Brahms der Fachwelt in einem enthusiastischen Artikel am 28. Oktober 1853 in der "Neue Zeitschrift für Musik" mit der Überschrift "Neue Bahnen" vor. Damit war für Johannes Brahms der Durchbruch geschafft. Seine Kompositionen wurden gedruckt und auf Konzertreisen lernte er neue Bewunderer seiner Werke kennen.

Robert Schumann war manisch depressiv und wird 1854 auf eigenen Wunsch in eine Nervenheilanstalt eingeliefert, wo er zwei Jahre später stirbt. Brahms fühlt sich nun als Freund der Familie verpflichtet und kümmert sich deshalb um Clara und ihre sieben Kinder. In dieser Zeit entwickelt sich seine Liebe zu ihr. Clara Schumann sieht sich jedoch als Witwe ihres verstorbenen Mannes und kann deshalb Brahms' Liebe nicht erwidern. Trotzdem besteht auch weiterhin eine sehr enge Freundschaft zwischen beiden.

1857 erhält Johannes Brahms eine Stelle als Chordirigent und Klavierlehrer in Detmold.

Nach Dirigententätigkeiten in Detmold kehrte Brahms 1860 nach Hamburg zurück. In den folgenden Jahren wuchs Brahms´ Ruhm als Pianist und Dirigent, Dank dessen er sich eines wachsenden Wohlstandes erfreute.

1862 siedelt Johannes Brahms nach Wien über, wo er unter anderem mit Richard Wagner zusammenarbeitet. Johannes Brahms leitete von 1863 bis 1864 die Singakademie und von 1872 bis 1875 die Konzerte der Musikgesellschaft. In Wien schreibt er schließlich auch seine ersten Orchesterwerke (darunter das "Deutsche Requiem") und vollendet 1876 seine erste Symphonie in c-Moll.

1877 folgt die zweite Symphonie in D-Dur, 1883 die dritte Symphonie in F-Dur und im darauf folgendem Jahr vollendet Brahms die vierte Symphonie in e-Moll. Den Schwerpunkt seines instrumentalen Schaffens bildet die Kammermusik.

1892 sterben seine Schwester und eine Freundin sowie 1896 Clara Schumann. Von diesen Ereignissen zerrüttet verschlechtert sich sein Gesundheitszustand zunehmend. Brahms war ein sehr schüchterner und verschlossener Mensch, der sein sensibles Wesen beispielsweise durch den Vollbart zu verstecken versuchte. In Gesellschaft soll er jedoch oft unhöflich und roh gewesen sein.

Johannes Brahms starb am 3. April 1897 in Wien an Krebs.



Zitate von Johannes Brahms

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