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James Branch Cabell

* 14.04.1879 - † 05.05.1958


James Branch Cabell wurde am 14. April 1879, als jngster Sohn des Arztes Robert Gamble Cabell, II (1847-1922) und dessen Ehefrau Anne Harris (1859-1915), die Tochter des Colonell und Mrs. James R. Branch, in der Franklin St. 101 in Richmonds geboren. Cabells Uhrgrovater war William H. Cabell, von 1805-1808 Gouverneur von Virginia. Cabell hatte zwei Brder, Robert Gamble Cabell, III (1881-1968) und John Lottier Cabell (1883-1946). Seine Eltern trennten sich spter und wurden 1907 geschieden.

Von 1893 bis 1898 besuchte Cabell das "William- and Mary College", wo er in franzsisch und griechisch unterrichtet wurde. Als Student arbeitete Cabell kurz bei der "Richmond Times".

Anfang 1899 siedelte Cabell nach New York ber, wo er zwei Jahre fr den "New York Herald", kurze Zeit auch im Harlemer Bro, als Reporter arbeitete.

1901 kehrte Cabell nach Richmond zurck und arbeitete einige Monate im Team der "Richmond News". In den folgenden zehn Jahren schrieb Cabell viele Kurzgeschichten und Artikel fr nationale Zeitschriften wie das "Harper's Monthly Magazine" und die "Saturday Evening Post".

Im April 1901 wurden Cabells erste Arbeiten, unter dem Titel "The Comedies of William Congreve" in der internationalen Ausgabe einer College Zeitung verffentlich. Sein erstes Buch, "The Eagle's Shadow", erschien im Herbst 1904, nachdem im Sommer diesen Jahres einige Titel in der "Saturday Evening Post" verffentlicht wurden.

1911 arbeitete Cabell, in der Kohlengrube seines Onkels James R. Branch in West Virginia, als Buchhalter. Nach seiner Rckkehr nach Richmond 1913, heiratete er Rebecca Priscilla Bradley Shepherd (1874-1949), eine Witwe mit fnf Kindern aus ihrer ersten Ehe. 1915 wurde Cabells Sohn Ballard Hartwell Cabell (1915-1980) geboren.

Bis 1918 hatte Cabell zehn grere Arbeiten verffentlicht und fing an kritische Bewunderer. In einem Artikel der in diesem Jahr in der "New York Evening Mail" verffentlicht wurde, beschrieb Henry Louis Mencken Cabell als einen "einzigartigen erstklassigen Schriftsteller", mit der Publikation von "Jurgen" 1919, wuchs Cabells Ansehen als Autor sprunghaft.

Am 14. Januar 1920 versuchte die "New York State Society for the Prevention of Vice" den Verleger Cabells, Guy Holt, durch die Androhung einer Geldstrafe bei Verstoes gegen die Sittlichkeitsbestimmungen des New York Strafgesetzes, an der weiteren Verffentlichung von "Jurgen" zu verhindern.

Die Kontroverse ber die Anklage und den Versuch einer Zensur verschaffte dem schchternen Cabell eine noch grere Bekanntheit und zahlreiche Schriftsteller verteidigten die knstlerische Freiheit und das Recht Cabells, "Jurgen" zu verffentlichen. Zahlreiche Menschen lasen das Buch, weil es verboten worden war. Das Gerichtsverfahren zur Sittlichkeit des Buches "Jurgen" begann am 16. Oktober 1922 und endete drei Tage spter mit dem Freispruch von allen Anklagepunkten.

Der vorsitzende Richter Charles C. Nott schrieb in seine Entscheidung, " ...das die meisten der gegen das Buch erhobenen Vorwrfe zutreffen knnten, und das bestimmte Passagen auch eine gewisse Unmoral vermittelten, sie dieses aber auf eine verschleierte und subtile Weise tun, und sehr zart bermittelt vermittelt werden" wie es dem schriftstellerischem Stil Cabells entspricht, "... das es sehr zweifelhaft ist, das das Buch von allen Lesern, gelesen und verstanden werden kann".

Whrend der zwanziger Jahre, setzte Cabell seine Arbeiten im Stil von "Jurgen", aus einer Kombination aus Satire, Symbolismus und Phantasie, fort. Cabell verffentlichte eine Serie ber eine mythisch mittelalterliche franzsische Provence, genannt "Poictesme" (Pwa-tem), in denen er die Mythen und Legenden, mit Wortspielen, Anagrammen und Allegorien vermischte. Der Name "Poictesme" bezeichnet ein Gebiet um die zwei Provinzen, Poitiers und von Angoulme, im Sden Frankreichs. Diese Arbeiten wurden schlielich Teil einer achtzehn bndigen Serie, aus der "The Biography of Manuel" entstand und dessen letzte Ausgabe 1930 verffentlicht wurde. Zu den wohl zwei bekanntesten Bchern dieser Reihe gehren "The Cream of the Jest" (1917) und "Jurgen, a Comedy of Justice" (1919).

Cabell war ein geachteter Schriftsteller, und hatte Kontakte mit zahlreichen literarischen Knstlern unter anderem Henry Louis Mencken, Joseph Hergesheimer (1880-1954), Burton Rascoe, Theodore Dreiser (1871-1945), Sinclair Lewis, Francis Scott Fitzgerald, Carl Van Vechten zu seinen nheren Richmonder Freunden zhlte Ellen Glasgow. Letztere kannte er schon seit seiner Schulzeit am "William- and Mary College", denn die beiden hatten nur wenige Straen von einander entfernt gewohnt.

Er arbeitet von 1919 bis 1926 auch als Herausgeber der "Virginia War History Commission" und verband sich spter gemeinsam mit Theodore Dreiser, Eugene O'Neil und anderen Knstlern zum Redaktionsausschuss der "American Spectator" (amerikanischen Zuschauer) (1932-1935).

Whrend der Kontroverse ber "Jurgen" in den zwanziger Jahren wuchs Cabells Publikum stetig, doch in den dreiiger Jahren, mit Beginn der "New Deal" Politik des US Prsidenten Franklin Roosevelt 1933, begann der Einfluss seiner Bcher, die als stilistisch berholt galten, stark zu fallen.

1932 begann Cabell, in der Bemhung sich von seiner Vergangenheit los zu reien, seine Arbeiten unter dem Namen Branch Cabell zu verffentlichen. In den folgenden drei Dekaden schrieb Cabell fast zwanzig weitere Bcher, die er in einer Trilogie verffentlichte.

1947 kehrte er mit der Publikation von "Let Me Lie" als James Branch Cabell zurck. Diese war der Anfang seiner fnften und letzten Trilogie und bestand teilweise aus autobiographischen Essays, gefllt mit Erinnerungen aus Virginia.

Cabell lebte und arbeitete in diesen Jahren in der 3201 Monument Avenue in Richmond. Nachdem Cabell 1935 an Pneumonie erkrankte, verbrachte die Familie die meisten Wintermonate in St. Augustine in Florida. Whrend ihres Aufenthalts im Winter 1949 starb seine Frau an Herzversagen. Cabell heiratete 1950 in zweiter Ehe Margaret Waller Freeman (1893?-1983), die er bereits viele Jahre kannte.

1952 wurde die zweite Sammlung autobiographischer Essays, unter dem Titel "Quiet Please" verffentlich.

James Branch Cabell starb am 5. Mai 1958 an einer zerebrale Blutung in seinem Haus in Richmond.



Zitate von James Branch Cabell


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