Sie befinden sich hier:  ▶ Startseite  ▶ Autoren-Index E ▶ Euripides

 ▼ Zur Auswahl der vorhandenen Texte ▼ 

Euripides

* 485/484 o. 480 v. Chr. - † 407/06 v.Chr.


Euripides wurde um 485/484 oder 480 v.Chr., als Sohn des Gutsbesitzers Mnesarchos und dessen Frau Kleito, beide aus dem attischen Demos Phlya stammend, auf Salamis geboren.

Nach einer sportlichen Ausbildung aufgrund eines Siegverheienden Orakels, einer nicht sicher bezeugten Ttigkeit als Maler, absolvierte Euripides als Tnzer und Fackeltrger den Kultdienst fr den Apollon Zosterios.

Euripides stand unter starkem Einfluss der groen Aufklrer seiner Zeit, des Philosophen Anaxagoras und der Sophisten Prodikos, Protagoras und Sokrates, mit deren Ideen er sich immer wieder auseinandersetzte. Euripides der als ein ernster und verschlossener Mensch galt, der am ffentlichen Leben wenig teilnahm, bettigte sich sptestens seit 455 v.Chr. als Bhnenautor.

Auer zahlreichen Fragmenten sind das Satyrspiel "Kyklops" und 17 Tragdien erhalten. Sein erstes Stck, "Alkestis" wurde 438 v. Chr. in Athen aufgefhrt. Dem in den folgenden Jahren "Medea" (431 v.Chr.), "Herakliden" (um 430 v.Chr.), "Andromache" (um 429 v.Chr.), "Hippolytos" (428 v.Chr.), "Hekabe" (um 425 v.Chr.), "Hiketiden" (nach 424 v.Chr.), "Elektra" (nach 423 v.Chr., vor 412 v.Chr.), "Herakles" (nach 423 v.Chr.), "Troerinnen" (415 v.Chr.), "Helena" (412 v.Chr.), "Iphigenie bei den Taurern" (um 412 v.Chr.), "Ion" (um 412 v.Chr.), "Phnikierinnen" (nach 412 v.Chr., vor 408 v.Chr.), "Orest" (408 v.Chr.), "Iphigenie in Aulis" (nach 407/406 v.Chr.) und "Bakchen" (nach 407/406) folgten.

Im Gegensatz zu Aischylos und Sophokles, die an der berlieferten Glubigkeit festhielten, sind die Gestalten des Euripides erstmals den Gttern entwachsen. Die Rolle des Chores wurde bei ihm geringer. Vier Siege im Agon von Athen sind fr ihn zu Lebzeiten bezeugt.

Er gewhrt in seinen Tragdien tiefe Einblicke in die Seelenkrfte und unlsbaren Konflikte menschlichen Daseins. Frauen- und Sklavengestalten treten bei ihm in den Vordergrund, und die Tragdie verliert ihre kultische Bedeutung. Dies trug ihm den Vorwurf der Gottlosigkeit ein.

408 v.Chr. ging Euripides an den Hof von Knig Archelaos in Pella (Makedonien), wo er vermutlich 407/06 v.Chr. Starb.



Zitate von  Euripides

Insgesamt finden sich 289 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, tglich wechselnd, angezeigt.


Zurck zum Seitenanfang