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Georg Forster

* 27.11.1754 - † 10.01.1794


Georg Forster wurde am 27. November 1754, als Sohn des Predigers Johann Reinhold Forster und dessen Ehefrau Justina Elisabeth (geb. Nicolai), in Nassenhuben bei Danzig geboren.

1765 begleitete der zehnjährige Georg Forster seinen Vater auf einer Inspektionsfahrt im Auftrag der russischen Regierung, die ihn bis in die Kirgisensteppe am Unterlauf der Wolga und von dort auf der Suche nach einer Anstellung über St. Petersburg nach London führte. Nach entbehrungsreichen Jahren harter Arbeit durfte er seinen Vater auf der zweiten Weltumsegelung von James Cook begleiten.

Am 13. Juli 1772 stachen Vater und Sohn Forster an Bord der HMS Resolution in Plymouth in See. Die Reise führte zunächst in den Südatlantik, dann durch den Indischen Ozean und antarktische Gewässer in den Südpazifik und zu den Inseln Polynesiens und schließlich um Kap Hoorn herum wieder zurück nach England, wo die Expedition am 30. Juli 1775 eintraf. Auf ihrer dreijährigen Reise hatten die Forsters mit Cook unter anderem Neuseeland, die Tonga-Inseln, Neukaledonien, Tahiti, die Marquesas-Inseln und die Osterinsel erkundet und waren weiter nach Süden vorgedrungen als jemals Menschen vor ihnen.

Georg Forster veröffentlichte 1777 die für das allgemeine Publikum gedachte Reisebeschreibung "A Voyage Round The World" ("Reise um die Welt"). Das 1778/80 erschienene Werk machte den jungen Autor sofort berühmt und brachten ihm wissenschaftliche Ehrungen aus ganz Europa ein. Die angesehene Royal Society in London nahm den noch nicht 23jährigen 1777 als Mitglied auf. Ebenso verfuhren wissenschaftliche Akademien von Berlin bis Madrid.

Nach einer Reise nach Paris, wo Georg Forster unter anderem mit Georges-Louis Leclerc de Buffon und Benjamin Franklin zusammentraf, kam er 1778 nach Kassel. Hier bekam er eine Anstellung als Professor für Naturkunde am Collegium Carolinum und wurde 1779 dessen Prorektor.

Während seiner fünf Kasseler Jahre stand er im engen wissenschaftlichen Austausch mit den wichtigsten Vertretern der Aufklärung in Deutschland unter anderem mit Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried von Herder und Christoph Martin Wieland und pflegte intensiven Kontakt mit Freimaurern.

1784 folgte Forster einem Ruf an die polnische Universität Wilna und heiratete im darauf folgendem Jahr Therese Heyne, die Tochter des bedeutenden Göttinger Altphilologen Christian Gottlob Heyne.

Sein Plan einer mehrjährigen wissenschaftlichen Expedition nach Indien im Auftrag der Zarin Katharina II. zerschlug sich, worauf Forster Ende 1788 die ihm angebotene Stelle eines Bibliothekars der Universitätsbibliothek Mainz annahm.

Von Mainz aus unternahm er 1790 mit dem jungen Alexander von Humboldt eine dreieinhalbmonatige Reise über Holland nach England, wobei er auf dem Rückweg über Paris die erste direkte Bekanntschaft mit der Französischen Revolution machte, der er sich sogleich anschloss, als französische Truppen im Oktober 1792 in Mainz einrückten.

Forster trat dem Mainzer Jakobinerclub bei und war bald deren Präsident. Als Vizepräsident des "Rheinisch-deutschen Nationalkonvents" reiste er am 25. März 1793 nach Paris, um den Antrag des Konvents auf Anschluss der Mainzer Republik an die französische Republik vorzutragen. Aufgrund der Rückeroberung von Mainz durch preußische Truppen, musste Forster in Paris bleiben, da ihm bei einer Rückkehr nach Deutschland die Inhaftierung drohte.

Georg Forster starb im Alter von 39 Jahren am 10. Januar 1794 an den Folgen einer Tropenkrankheit in Paris.



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