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Lilli Palmer

* 24.05.1914 - † 27.01.1986


Lilli Palmer wurde am 24. Mai 1914 als Lilli Marie Peiser in Posen geboren.

Ihre Eltern waren Dr. Alfred Peiser und Rose Lissmann. Der Vater war Chefarzt im jdischen Krankenhaus in Berlin (Chirurg und Medizinalrat), die Mutter war Theaterschauspielerin und gab sofort nach der Verlobung ihren Beruf auf.

Lilli hatte noch eine ltere Schwester, die sptere Schauspielerin und Sngerin, Irene Prador und eine jngere Schwester Hilde Peiser. Ab dem dritten Lebensjahr wuchs sie in Berlin-Charlottenburg auf.

Ihr Vater bestand darauf, dass sie das Abitur machte und rztin wird, sie selbst hatte sich jedoch anders entschieden und wollte Schauspielerin werden. Lilli Palmer besuchte das Hohenzollern-Gymnasium, und nach Schulschluss die Schauspielschule, spter nahm sie bei Ilka Grning, Else Schreiber und Lucie Hflich Schauspielunterricht.

1932 debtierte sie am Berliner "Rose-Theater" in dem Stck "Die eiserne Jungfrau", noch im gleichen Jahr erhielt sie ein erstes Engagement am Hessischen Landestheater in Darmstadt, wo sie unter der Regie Gustav Hartungs grere Rollen in Shaws "Pygmalion" oder in Komdien wie "Der Mustergatte" spielte. Auch als Soubrette trat sie Operetten wie "Blume von Hawaii", "Die Czardasfrstin" oder "Im weien Rl" auf.

1933 emigrierte sie mit ihrer Schwester Irene nach Paris, da ihr aufgrund der jdischen Abstammung eine weitere Bhnenkarriere unmglich war. Zusammen mit ihrer Schwester tingelte sie als "Les Soeurs Viennoi-ses" durch Pariser Nachtclubs, traten unter anderem auch im "Moulin Rouge" auf.

1934 ging sie nach London, spielte dort Theater und erhielt 1936 die weibliche Hauptrolle in dem Film "Crime Unlimited" und erhielt so ihren ersten Vertrag mit einer englischen Produktionsfirma. Im Jahr 1936 spielte sie eine Nebenrolle als Zimmermdchen Lilli an der Seite von Peter Lorre in dem Film "The Secret Agent" ("Der Geheimagent") von Alfred Hitchcock.

Ihr Charme und ihre khle Erotik machten die Palmer dann 1937 mit der Part der Lou in "The Great Barrier" ("Die groe Grenze") zum Star. In den folgenden Jahren schlossen sich weitere internationale Bhnenverpflichtungen an, ebenso wie Rollen in zahlreichen Filmen, so beispielsweise in "Sunset in Vienna" (1937), "A Girl Must Live" (1939), "Blind Folly" (1940), "Thunder Rock" (1943) oder "The Gentle Sex" (1943).

1943 heiratete sie den britischen Theaterschauspieler und Filmstar Rex Harrison und bekam 1944 den gemeinsamen Sohn Rex Carey Alfred Harrison. Zusammen mit Harrison spielte sie in London Theater.

Mit einem Hollywood-Vertrag in der Tasche emigrierte sie 1945 in die USA. Der erster gemeinsame Film hie "The Rakes Progress"(1945). In Fritz Langs "Cloak and Dagger" (Im Geheimdienst) spielte sie neben Gary Cooper und 1947 mit John Garfield in "Body and Soul". 1948 folgte "No Minor Vices" und 1951 "The Long Dark Hall".

Rex Harrisons Affre mit der jungen Schauspielerin Carole Landis, in deren Suizid er verwickelt gewesen sein soll, wurde zum Skandal, was zunchst zum Ender der Hollywood-Karriere des Ehepaars Harrison & Palmer fhrte.

Sie spielte am Broadway beispielsweise in Shaws "Csar und Cleopatra" oder in "Geliebte Hexe". Nach diesen Erfolgen in New York konnte sich auch Hollywood den beiden nicht mehr verschlieen. Mit dem Film The "The Fourposter" (Das Himmelbett), wieder mit Rex Harrison als Partner, gelang ihr 1952 der endgltige Durchbruch. Die heile Ehe bestand jedoch nur noch im Film, 1954 trennte sich Lilli Palmer von Rex Harrison und 1957 wurde die Ehe geschieden.

Bereits 1953 war Palmer zur "besten Filmschauspielerin des Jahres" auf der Biennale in Venedig erklrt und mit dem "Goldenen Lwen" geehrt worden.

1954 kehrte Lilli Palmer nach Deutschland zurck und wurde zum Star des Nachkriegskinos. Im gleichen Jahr spielte sie in Kurt Hoffmanns Verfilmung des Musicals "Feuerwerk".

Fr die Rolle in "Teufel in Seide" (1955) wurde sie 1956 mit dem Bundesfilmpreis als "beste Hauptdarstellerin des Jahres" ausgezeichnet, ebenso wie fr ihre Rolle der Anna Anderson in "Anastasia Die letzte Zarentochter" (1956).

Nach weiteren Filmen wie "Zwischen Zeit und Ewigkeit" (1956), "Wie ein Sturmwind" (1957), "Eine Frau, die wei, was sie will" (1957), "Mdchen in Uniform" (1958) oder "Frau Warrens Gewerbe" (1959), zwang sie das anschlieend eher mige Niveau des deutschen Films ihre Aktivitten mehr ins europische Ausland und nach Amerika zu verlagern. Hier filmte sie gemeinsam mit namhaften Schauspielern wie Clark Gable, James Mason, Jean Gabin und Charles Boyer.

Am 21. September 1957 heiratete Lilli Palmer in zweiter Ehe den argentinischen Schriftsteller und Schauspieler Carlos Thompson.

In dem DDR-Film "Lotte in Weimar" (1975) erwies sie Goethe die Ehre. Sie hatte Kino-Hits wie "The Boys from Brazil" (1978). Ihre letzte Rolle, die Zarenmutter Natalya, spielte sie in der aufwendigen US-Fernsehserie "Peter der Groe" (1986), die von Juli 1984 bis Mai 1985 in der ehemaligen UDSSR, sterreich sowie in Mnchen gedreht wurde.

Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin war Lilli Palmer ebenso erfolgreich als Malerin und Schriftstellerin. 1974 erschienen ihre Memoiren "Dicke Lilli gutes Kind", die international zu einem Bestseller wurden. Weitere, sehr erfolgreiche Bcher von ihr sind "Der rote Rabe" aus dem Jahr 1979, einer Erweiterung der ersten Biografie um eine Geschichte, in der sie ber die Dreiecksbeziehung zwischen sich, ihrem Lebensgefhrten und ihrer besten Freundin schrieb. Darber hinaus erschienen ihr erster Roman "Umarmen hat seine Zeit" (1981), "Nachtmusik" (1984), "Eine Frau bleibt eine Frau" (1985) und postum erschien 1988 "Wenn der Nachtvogel schreit".

Lilli Palmer starb am 27. Januar 1986 im Alter von 71 Jahren in Los Angeles an Krebs. Beigesetzt wurde sie in aller Stille. Carlos Thompson beging vier Jahre nach ihrem Tod in Buenos Aires Selbstmord.

Zeitweise war die Lilli Palmer britische Staatsangehrige, spter erwarb sie die Schweizer Staatsbrgerschaft.



Zitate von Lilli Palmer


Die 4 Aphorismen dieses Autoren drfen auf Grund der Beschrnkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 01.01.2057 verffentlicht werden!


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Foto des Autoren Lilli Palmer
Lilli Palmer
Quelle & Rechte:
, Hamburg