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»Weshalb sollte gerade ich die Kastanien aus dem Feuer holen?!« Ja, wenn es dir kein unentrinnbares Bedürfnis ist, denn natürlich lieber nich!
Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980
»Takt« ist nicht, wie viele meinen, ein Talent, das man hat oder eben nicht hat, sondern es ist ununterbrochene Anständigkeit des Herzens!
Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980
»Sie, Herr P.A. ,Sie haben aber alle Minuten ein anderes Frauenideal, da kennt man sich ja gar nicht mehr aus in Ihnen!?« »Gar nicht nötig. Alle zusammen erst bilden mein richtiges endgültiges Ideal, jede einzelne ist nur ein edler Teil desselben!«
Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980
Die Menschen zwingen mich liebevoll in das Prokrustesbett ihres eigenen Denkens, und wenn ich dann "Au!" seufze, sagen sie: Undankbarer!
Quelle: "Vita ispa" 1918
Bekehren?! Man kann einen Vogel nicht dazu bekehren, daß unter Wasser zu atmen leichter, angenehmer und gesunder sei! Dazu kann man nur einen Fisch bekehren!
Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980
Das Leben ist so kurz, und die Menschen verstehen es nicht einmal, sich aus den doch noch bestehenden vierundzwanzig Stunden ein kleines, feines, flüchtiges Paradies zu machen!
Nichts geht verloren von den Herzens-Kräften. Und das Winseln eines ausgesperrten Hundes kann an das Ohr eines Musikers dringen, der es in eine Symphonie umwandelt: Treue und Sehnsucht.
Unser Organismus ist ein Kapital, mit dem man in Weisheit ein Rockefeller-Vermögen machen oder in Dummheit Bankrott machen kann!
Quelle: "Prodromos" 1906
Danton, Marat, Robespierre, sie kämpften um »Ideale« und benützten dazu die Guillotine. Wir auch, wir auch, wir Dichter. Aber wir haben leider keine Guillotine!
Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980
Das Beste, Zarteste der Frauenseele ist das beredte Schweigen! Da ist der edle Organismus an seiner verschwiegenen Arbeit, aufzunehmen, zu verarbeiten, zu organisieren! Der wachsende Mensch schweigt und lauscht! Und was wäre einer, der kein Wachsender mehr sein könnte, kein Lauscher?
Quelle: "Was der Tag mir zuträgt." - S. Fischer - 1921