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Peter Altenberg

* 09.03.1859 - † 08.01.1919


Zitate von Peter Altenberg

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Zu hoch ist zu hoch, zu niedrig ist zu niedrig, aber gerade recht ist zu langweilig!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980


An eure Pflicht, Eltern! Eltern-Liebe?!? Nein, Eltern-Erkenntnisse! Eltern-Weisheit ersetze endlich die dumme und bequeme Eltern-Liebe!


Danton, Marat, Robespierre, sie kämpften um »Ideale« und benützten dazu die Guillotine. Wir auch, wir auch, wir Dichter. Aber wir haben leider keine Guillotine!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980


Neidlosigkeit ist die Genialität dessen, der von Schicksals Gnaden aus niemanden zu beneiden hat! Boshaft sein ist die Verzweiflung über sich selbst!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980


Ein Mensch, der nicht schwer büßt für sein Besserwissen, kann kein Besserwisser sein!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980


Ein plötzliches Verstummen, Erbleichen kann eine schrecklichere Szene sein als das Abschlachten der armen Desdemona durch Othello!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980


Bekehren?! Man kann einen Vogel nicht dazu bekehren, daß unter Wasser zu atmen leichter, angenehmer und gesunder sei! Dazu kann man nur einen Fisch bekehren!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980


Die Zukunft ist die Gegenwart des Voraus-Schauers!!


Rastlos aber, vom Satan Gejagten gleich, stürmen die anderen enttäuschungsschwangeren Zwecken entgegen, und ihre Seele bleibt ungenützt, verdirbt, schrumpft ein, stirbt ab! Jeder Tag bringt einen Abend, und in der Bucht beim Toscana-Garten steht Schilf, und Weiden und Haselstauden hängen über, ein Vogel flüchtet, und alte Steinstufen führen zu weiten Wiesen. Nebel zieht herüber, du lassest die Ruder sinken, und niemand, niemand stört dich!


Einen Menschen erziehen, heißt, ihm zu sich selbst verhelfen! Wozu verhilft der gute Gärtner der Rose? Um nichts anderes, als sie zu einer schönen Rose werden zu lassen!


Quelle: "Was der Tag mir zuträgt." - S. Fischer - 1921