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Peter Altenberg

* 09.03.1859 - † 08.01.1919


Zitate von Peter Altenberg

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Eine Dame sagte zu mir: »Gewiß, Sie sind unzweifelhaft ein bedeutender Dichter. Aber Sie sollten sich, mit Ihrer Glatze, nie öffentlich zeigen! Wir verlangen nun einmal von einem wirklichen Dichter Locken!«


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980

Das Beste, Zarteste der Frauenseele ist das beredte Schweigen! Da ist der edle Organismus an seiner verschwiegenen Arbeit, aufzunehmen, zu verarbeiten, zu organisieren! Der wachsende Mensch schweigt und lauscht! Und was wäre einer, der kein Wachsender mehr sein könnte, kein Lauscher?


Quelle: "Was der Tag mir zuträgt." - S. Fischer - 1921

Nein, das Leben ist taktlos, übersieht die feinen Pointen…


Von zwei gleich gescheiten Menschen wird derjenige den weiteren Horizont haben, der mehr Herz hat. Mit anderen Worten: Wärme dehnt aus.


Quelle: "Was der Tag mir zuträgt." - S. Fischer - 1921

Danton, Marat, Robespierre, sie kämpften um »Ideale« und benützten dazu die Guillotine. Wir auch, wir auch, wir Dichter. Aber wir haben leider keine Guillotine!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980

Unwissen ist die einzige Tragödie des Daseins. Es gibt keine andere.


Nicht um die Geliebte weine, die du verloren, sondern um die, die dir geblieben ist.


Quelle: "Fechsung" 1915

»Weshalb sollte gerade ich die Kastanien aus dem Feuer holen?!« Ja, wenn es dir kein unentrinnbares Bedürfnis ist, denn natürlich lieber nich!


Quelle: "Er liebte und sah" Verlag Volk und Welt, Berlin - 1980

Der Herzog von La Rochefoucauld hat so viele Aphorismen geschrieben, bei denen ich es tief bedaure, daß sie nicht mir eingefallen sind. Aber da seit drei Jahrhunderten dieselben niemandem genützt haben, bin ich doch froh, daß er sich dieser undankbaren Mühe unterzogen hat!


Im Augenblick, da man eine Frau »sein Eigen« nennt, ist sie es schon nicht.