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Helmut Arntzen

* 10.01.1931 - † 26.11.2014


Helmut Arntzen wurde am 10. Januar 1931 in Duisburg geboren.

Er studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten Heidelberg, Freiburg und Köln.

1957 promovierte Arntzen an der Universität zu Köln, wo er im darauf folgendem Jahr das Examen als Diplom-Bibliothekar ablegte. Als wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter folgt er 1959 seinem Lehrer Wilhelm Emrich an die Freie Universität Berlin. Zeitweise war Arntzen Vertreter einer Professur an der Kirchlichen Hochschule Berlin und Lehrbeauftragter für Universitätskurse an der Freien Universität Berlin.

Von 1966 bis 1967 erhielt er, bis zu seiner Habilitation 1967, ein Habilitationsstipendium der Deutsche Forschungsgemeinschaft. Im Anschluss wurde Arntzen (beamt.) Privatdozent an der FU Berlin. 1967 war er Lehrstuhlvertreter an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1996 war Arntzen dort ordentlicher Professor für Neue deutsche Literatur und Direktor des Germanistischen Instituts.

Arntzen hatte Gastprofessuren an der Ain-Shams-Univ. Kairo (1982), als Max-Kade-Distinguished-Professor an der University of Kansas, Lawrence (1987), an der Al-Azhar-Univ. Kairo mit Ferienkurs in Alexandria (1990), an der Hebrew University Jerusalem (1994/95) inne. Er unternahm Vortragsreisen durch Portugal, Österreich, USA, Italien und hielt zahlreiche Einzelvorträge im In- und Ausland. Neben Ämtern in der akademischen Selbstverwaltung (Dekan, Senat, Konvent) war Arntzen auch Mitglied der Studienreformkommission für Sprach- und Literaturwissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen.

Er erhielt die Musil-Medaille der Stadt Klagenfurt und wurde zum Mitglied des P.E.N. gewählt. Er erhielt das Forschungsstipendium der VW-Stiftung.Arntzen war wissenschaftlicher Leiter von Ferienkursen an der Universität Münster und ist wissenschaftlicher Beirat der Germanistischen Studien Kairo.

Helmut Arntzen verstarb am 26. November 2014 im Alter von 83 Jahren in Senden.


Zitate von Helmut Arntzen

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Stille Wasser gründen tief; leere Brunnen aber auch.


Quelle: "Besinnung und Einsicht : Lebensziele - Lebenswege"
Aphorismen d. 19. u. 20. Jh. ges. u. hrsg. von Hans Margolius u. Ernst Kobelt, Strom-Verlag Zürich - 1981


Toleranz darf nicht in Entscheidungslosigkeit ausarten.


Quelle: "Besinnung und Einsicht : Lebensziele - Lebenswege"
Aphorismen d. 19. u. 20. Jh. ges. u. hrsg. von Hans Margolius u. Ernst Kobelt, Strom-Verlag Zürich - 1981


Woran erkennt man einen mittelmäßigen Schriftsteller? An der Fülle lobender Besprechungen.


Quelle: "Streit der Fakultäten"
© Prof. Dr. Helmut Arntzen


An den besten Zeitungen erkennt man, daß bessere Zeitungen ein Unding sind.


Quelle: "Streit der Fakultäten"
© Prof. Dr. Helmut Arntzen


Frage nicht mehr, wer recht hat; versuche statt dessen festzustellen, was richtig ist.


Quelle: "Besinnung und Einsicht : Lebensziele - Lebenswege"
Aphorismen d. 19. u. 20. Jh. ges. u. hrsg. von Hans Margolius u. Ernst Kobelt, Strom-Verlag Zürich - 1981