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Es ist ganz gewiss, dass man viele Freunde hat, wenn man keines Menschen bedarf.
GELIEBTER - SUCHE MICH IN DIR!
Die Liebe hat in meinem Wesen
dich abgebildet treu und klar:
Kein Maler läßt so wunderbar,
Geliebter, deine Züge lesen.
Hat doch die Liebe dich erkoren
als meines Herzens schönste Zier.
Bist du verirrt, bist du verloren:
Geliebter, suche dich in MIR!
In meines Herzens Tiefe
trag’ ICH dein Porträt, so echt gemalt;
Sähst du, wie es vor Leben strahlt,
verstummte jede bange Frage.
Und wenn dein Sehnen MICH nicht findet,
dann such nicht dort und such nicht hier:
Gedenk, was dich im Tiefsten bindet:
Geliebter, suche MICH in dir!
Du bist mein Haus und meine Bleibe,
bist meine Heimat für und für:
Ich klopfe stets an deine Tür,
daß dich kein Trachten von MIR treibe.
Und meinst du, ICH sei fern von hier,
dann ruf MICH, und du wirst erfassen,!
daß ICH dich keinen Schritt verlassen
Geliebter, suche MICH in dir!
Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
Gott läßt uns nicht im Finstern. Nur wenn wir ihn verlassen, gehen wir zugrunde.
Will eine Ehefrau mit ihrem Manne im Frieden leben, so muss sie sich, wie man sagt, ihm anbequemen, sie muss sich traurig zeigen, wenn er traurig ist, und fröhlich, wenn er fröhlich ist, auch wenn sie es niemals wäre. Dies ist eine Knechtschaft.
Die Armut im Geiste ist ein Gut, das alle Güter der Welt in sich begreift.
Wenn eine die Tugend nachahmt, die sie an einer anderen leuchten sieht, so bleibt ihr diese tief eingeprägt.