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Fariduddin Attar

* ca. 1136 - † 03.11.1221


Zitate von Fariduddin Attar

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Es war einmal ein gläubiger König, der die ganze Welt unter seinem Ring hielt. Er war von vielen Weisen umgeben, zu denen er eines Tages sagte:
"Im Herzen einen Wunsch ich, seltsam, fand -
doch weiß ich nicht, wieso er dort entstand:
Macht mir doch einen schönen Fingerring,
daß jederzeit, wenn Kummer mich umfing’,
ich auf ihn blicke und dann fröhlich werde,
frei von dem Gram, dem grausamen, ich werde;
und wenn ich fröhlich bin und froh, voll Glück:
des Ringes Anblick bring’ den Gram zurück!"
Die Weisen berieten sich lange und fertigten
schließlich einen Ring, auf dem eingraviert war:
"Auch dieses wird vorübergehen!"


Die wahre innere Erkenntnis kommt dann zustande, wenn das, was du Verstand nennst, nichtig wird. - Das Wissen ist nötig, um zu wissen, daß sein Ende Unwissenheit ist.


Wer einen Augenblick in der Nähe Gottes erlangt, der gleicht einem Tautropfen im Meer. Der Tropfen, der im Meere unterging, für den sind beide Welten außer Gott nur noch Wahn.


Einer fragte den weisen Bâyazîd, warum Himmel und Erde so seien, wie sie sind; warum die Erde stehe und der Himmel sich drehe. Der Weise antwortete: "Wir reden nicht über den Grund des Ganzen, daher suchen wir auch nicht nach dem Grunde für das einzelne. - In unserer Religion gibt es nichts, als die Dinge hinzunehmen, wie sie sind, und sich darein zu ergeben."


Vollkommen arm ist der, dessen Herz in der Armut schwarz ist.