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Berthold Auerbach

* 28.02.1812 - † 08.02.1882


Zitate von Berthold Auerbach

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Dieselbe Sonne, die die lebendige Frucht zeitigt, dörrt das abgemähte Gras.


Quelle: "Tausend Gedanken des Collaborators" - 1875


Je mehr Kinder heranwachsen, umsomehr hören die Eltern auf, für sich selber ein Leben zu haben und zu wollen: das Schicksal der Kinder wird immer mehr das der Eltern.


Quelle: "Brosi und Moni - Schwarzwälder Dorfgeschichten Band VI" - 1861


Man muß freie, einfache Gedanken des Lichtes täglich wiederholen, wie die Sonne täglich aufgeht und die Nacht verscheucht.


Soll der Wein lebendig bleiben und nicht wie man am Rheine sagt ›Knochen‹ werden, so muß immer nachgefüllt werden. So auch wer sein Wissen nicht mehrt und bewegt, dem stirbt es ab.


Quelle: "Tausend Gedanken des Collaborators" - 1875


Nicht bloß um graue Locken schwebt die Glorie der inneren Befreiung von Eigensucht; die Milde mögt ihr da wohl öfter finden, aber oft nicht mehr jenen lebendigen Feuereifer für die Menschheit.


Quelle: "Der Lautenbacher - Schwarzwälder Dorfgeschichten Band II" - 1843


Es ist ein tiefer Zug der Menschennatur, daß wir die lieben, denen wir Wohltaten erzeigen können; ihr Leben wird eins mit uns.


Quelle: "Auf der Höhe" Roman - 1865


Es ist aber auch bekannt, wie oft die Menschen, wenn sie gesättigt sind, eine ganz andere Sinnesart haben, als da sie noch hungrig waren.


Quelle: "Sträflinge - Schwarzwälder Dorfgeschichten Band III" - 1846


Wenn nur die Menschen zum Guten auch so rennten, wie zum Bösen! Wie oft gehen sie durch Wind und Wetter, über Stock und Stein ihren niederen Gelüsten nach; gilt es aber die Pflicht oder sonst etwas Gutes zu thun, ist ihnen jedes Windchen zu rauh und jedes Steinchen eine unübersteigbare Mauer.


Quelle: "Florian und Creszenz - Schwarzwälder Dorfgeschichten Band II" - 1863


Es gibt keinen reinen Frühling. Man wandelt immer auf dem welken Lauf vergangenen Daseins.


Quelle: "Tausend Gedanken des Collaborators" - 1875


Solange es berufstreue Schulmeister gibt, Menschen, deren Glückseligkeit in der Seelenweckung anderer besteht, solange gibt es hoffende, zukunftsreiche, siegesstarke Völker.