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Berthold Auerbach

* 28.02.1812 - † 08.02.1882


Zitate von Berthold Auerbach

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O Heimat! Du heiliger, trauter Ort! Da klopfen die Pulse, da zittert das Herz.


Ein bis zum Stolz gehendes Selbstbewußtsein, wenn es richtig gelenkt ist, kann ein sicheres Moralprinzip werden.


Quelle: "Das Landhaus am Rhein" Roman - 1869

Vorwürfe und Lehren werden einem Unglücklichen gegenüber oft zu ungerechten Härten.


Quelle: "Barfüssele" Erzählung - 1856

Ein Freund, der in der Trauer bei uns ist, ist wie ein Licht in der Nacht, er zwingt uns doch oder gibt uns wenigstens Gelegenheit, die Gegenstände um uns her zu sehen, zu wissen, daß noch eine Welt da ist und wir uns nicht ganz in der Nacht der Einsamkeit vergraben.


Quelle: "Auf der Höhe" Roman - 1865

Man kann, solange die Seele arbeitet, sich nicht an längst Vollbrachtem vergnügen.


Quelle: "Des Lorles Reinhard - Schwarzwälder Dorfgeschichten Band IX" - 1863

Es gibt Menschen, die nur Regen und Sonnenschein kennen und haben. Es gibt aber auch Seelen voll taubildender Kraft – das sind die stillen, in sich reichen, triebkräftigen, die mehr innerlich als äußerlich erleben.


Quelle: "Auf der Höhe" Roman - 1865

In großen Zeiten verschwindet alles kleine Leid und alle Einzelklage um eigenes Schicksal.


Quelle: "Waldfried" Roman - 1874

Sitte und Bildung müssen so zur Natur werden, daß sie sich auch in den unbewachten Momenten kundgeben. Das ist die echte Decenz, die auch vor sich selber die schickliche Form bewahrt.


Heimisch in der Welt wird man nur durch Arbeit. Wer nicht arbeitet, ist heimatlos.


Quelle: "Das Landhaus am Rhein" Roman - 1869

Wenn nur die Menschen zum Guten auch so rennten, wie zum Bösen! Wie oft gehen sie durch Wind und Wetter, über Stock und Stein ihren niederen Gelüsten nach; gilt es aber die Pflicht oder sonst etwas Gutes zu thun, ist ihnen jedes Windchen zu rauh und jedes Steinchen eine unübersteigbare Mauer.


Quelle: "Florian und Creszenz - Schwarzwälder Dorfgeschichten Band II" - 1863