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Emil du Bois-Reymond

* 07.11.1818 - † 26.12.1896


Zitate von Emil du Bois-Reymond

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Während das Heilige Offizium des Kopernikus Anhänger mit Feuer und Kerker verfolgte, ruht Charles Darwin in Westminster Abbey.


Wir wissen es nicht, und werden es niemals wissen.

lat.: Ignoramus et ignorabimus


Welche denkbare Verbindung besteht zwischen bestimmten Bewegungen bestimmter Atome in meinem Gehirn einerseits, andererseits den für mich ursprünglichen, nicht weiter definierbaren, nicht wegzuleugnenden Tatsachen: Ich fühle Schmerz, fühle Lust, ich schmecke süss, rieche Rosenduft, höre Orgelton, sehe Roth und der ebenso unmittelbar daraus fliessenden Gewissheit: Also bin ich? ... Es ist eben durchaus und für immer unbegreiflich, daß es einer Anzahl von Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Stickstoff-, Sauerstoff- usw. Atomen nicht sollte gleichgültig sein, wie sie liegen und sich bewegen, wie sie lagen und sich bewegten, wie sie liegen und sich bewegen werden. Es ist in keiner Weise einzusehen, wie aus ihrem Zusammensein Bewusstsein entstehen könne.


Quelle: "zum Problem der Qualia" - 1872 in der Rede "Über die Grenzen des Naturerkennens - Sonderausgabe 1961"


„Ignorabimus“, wir werden niemals ergründen:
1. das Wesen von Materie und Kraft,
2. den Ursprung der Bewegung,
3. die erste Entstehung des Lebens,
4. die anscheinend absichtsvoll zweckmäßige Einrichtung der Natur,
5. das Entstehen der einfachen Sinnesempfindung,
6. das vernünftige Denken und den Ursprung der damit verbundenen Sprache,
7. die Frage nach der Willensfreiheit.


Quelle: "Die sieben Welträtsel" - 1880 Rede am Leibniz-Tag in der Berliner Akademie


Die Erziehungswissenschaft ist grundsätzlich genötigt, sich ein Durchschnittskind als Gegenstand ihrer Bemühungen zu denken.