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Otto von Bismarck

* 01.04.1815 - † 30.07.1898


Zitate von Otto von Bismarck

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So sollen ja alle Briefe sein, wenn sie wahr sind, Abdrücke augenblicklicher Stimmung, wobei freilich die tiefere Grundmelodie nicht immer deutlich durch die Variationen der Oberfläche klingt.


Quelle: Brief an seine Braut, Johanna von Puttkammer, am 16. März 1847

Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.


Wenn man nichts Besseres an die Stelle zu setzen weiß für etwas, was einem nicht vollständig gefällt, so tut man immer, meiner Überzeugung nach, besser, der Schwerkraft der Ereignisse ihre Wirkung zu lassen und die Sache einstweilen so zu nehmen, wie sie liegt.


Wie Gott will, es ist ja alles doch nur eine Zeitfrage, Völker und Menschen, Torheit und Weisheit, Krieg und Frieden, sie kommen und gehen wie Wasserwogen, und das Meer bleibt. Was sind unsere Staaten und ihre Macht und Ehre vor Gott anders als Ameisenhaufen und Bienenstöcke, die der Huf eines Ochsen zertritt, oder das Geschick in der Gestalt eines Honigbauern ereilt!


Quelle: Brief an seine Gattin, vom 7. Mai 1858

Ich kann die Achtung aller Menschen entbehren, nur meine eigene nicht.


Der Absolutismus bedarf in erster Linie Unparteilichkeit, Ehrlichkeit, Arbeitskraft und innere Demut des Regierenden.


Die Überzeugung einer Frau ist nicht so veränderlich, sie entsteht langsam, nicht leicht, entstand sie aber einmal, so ist sie weniger leicht zu erschüttern.


Der Zeitungsschreiber ist ein Mensch, der seinen Beruf verfehlt hat.


Quelle: An eine Deputation aus Rügen im November 1862

Der Staatsmann muß die Dinge rechtzeitig herannahen sehen und sich darauf einrichten. Versäumt er das, so kommt er mit seinen Maßregeln meist zu spät.


Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Mißbrauch getrieben wird als mit dem Worte ›frei‹. Ich traue dem Worte nicht, weil keiner die Freiheit für alle will; jeder will sie für sich...


Quelle: Im Reichstag, am 15. März 1884

Ich schätze mich glücklich, nicht zu den Leuten zu gehören, die mit den Jahren und den Erfahrungen nichts lernen.


Quelle: Im Norddeutschen Reichstag, am 13. März 1867

Ein diplomatisches Papier will gekonnt verfaßt sein – nicht so genau, daß die Skepsis die Wahrheit herauslesen kann, aber doch mit soviel Spielraum, daß die Arglosigkeit ihre Wünsche hineinlesen kann.