Insgesamt finden sich 240 Texte im Archiv.
Es werden maximal 10 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.
Der unverschleierte Aberglaube ist abstoßend; denn wie es die Häßlichkeit eines Affen erhöht, daß er dem Menschen so ähnlich sieht, ebenso macht auch die Ähnlichkeit mit der Religion den Aberglauben um so abstoßender.
Quelle: "Essays oder praktische und moralische Ratschläge
Über den Aberglauben" - Reclam
Die fähigsten Männer, die es je gegeben, besaßen allesamt Offenheit und Freiheit im Verkehr, wie der Ruf der Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit: allein sie glichen wohlgezähmten Rossen, denn sie wußten sehr wohl, wo es nötig war zu halten oder umzuwenden.
Die beste Einstellung gegenüber dem Bösen ist, es nicht tun wollen.
Der rechte Weg gleicht dem Verfahren der Biene, die ihren Stoff von außen sammelt, aber ihn nachher verarbeitet.
Als Jesus in diese Welt kam, wurde der Friede verkündigt. Als er diese Welt verließ, hat er uns den Frieden hinterlassen.
Die geringen Tugenden finden bei der Menge Lob, die mittleren Bewunderung, die höchsten kein Verständnis.
Polypragmasie ist die Tochter der Unwissenheit.
Multitudo remediorum est filia ignorantiae.
Quelle: "Aphorismen, Sentenzen und anderes - nicht nur für Mediziner"
5. bearb. Auflage - Johann Ambrosius Barth Verlag Leipzig - 1988
Jeder, auch wer sich nicht daran kehrt, muß zugeben, daß Treu und Redlichkeit der menschlichen Natur zur Zierde gereichen und daß eine Beimischung von Falschheit gleichwie der Zusatz in Gold- und Silbermünzen ist; er erhöht die Brauchbarkeit, aber mindert den Wert.
Quelle: "The Essayes, or Counsels, Civill and Morall" - 1625
Wer viel fragt, lernt viel und macht sich angenehm, besonders, wenn er seine Fragen dem Wissen der Gefragten anpaßt; denn er gibt ihnen so Gelegenheit, sich in Reden zu ergehen, und er selbst erntet fortwährend Erkenntnisse. Seine Fragen dürfen aber nicht quälen, denn das paßt sich nur für einen Examinator.
Quelle: "The Essayes, or Counsels, Civill and Morall" - 1625
Aufdringliche und neugierige Menschen sind gewöhnlich auch neidisch.
Quelle: "Essays oder praktische und moralische Ratschläge
Über den Neid" - Reclam