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Hermann Bahr

* 19.07.1863 - † 15.01.1934


Zitate von Hermann Bahr

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Es scheint gar nicht darauf anzukommen, was einer sagt, sondern nur wie, gar nicht auf den Gehalt, sondern nur auf die Gewalt des Sagens.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Ein charmantes Kompliment ist ein geglückter Seiltanz zwischen Wahrheit und Übertreibung.


Im Grund gibt es doch überhaupt nur religiöse Fragen.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Leonardo malt bald den Dionysos, bald den Johannes, bald die Mona Lisa, doch es wird niemals der Dionysos, noch der Johannes, noch die Mona Lisa, sondern immer dasselbe Lächeln der Seele springt immer wieder daraus auf.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Alles, was wir lesen, sagt uns immer nur so viel, als wir schon selber wissen, denn über alles, wofür wir noch nicht reif sind, lesen wir hinweg, auch beim besten Willen: Bücher können uns eigentlich nur Hebammen sein.


Politik ist recht eigentlich die Kunst, sich auf den eigenen Vorteil ebenso gut als auf den des Nachbars zu verstehen und diesen für jenen auszunützen, indem man sich des Nachbars so bedient, daß er dabei meinen muß, man diene ihm.


Indem der Einzelne seine Nation in sich auswischt, wird er nicht übernational, er wird nur zunichte.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922