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Hermann Bahr

* 19.07.1863 - † 15.01.1934


Zitate von Hermann Bahr

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Schlamperei und Bureaukratie sind ja wahlverwandt.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Neuer Geist scheidet nämlich alten nicht aus, sondern saugt ihn auf.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Gar aber in allem Geistigen versagt der Staatsbetrieb immer durchaus: schon rein technisch ist unser Schulwesen um ein halbes Jahrhundert zurück, es hält sich nur künstlich, weil man die Zeugnisse der staatlichen Schulen privilegiert; geborenen Erziehern wär’s methodisch ein Leichtes, in der halben Zeit das Doppelte zu leisten.


Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988


Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.


Denn das Leben des Menschen wird wesenlos, der hinter seiner zufälligen Existenz nicht mehr die beglückende Versicherung einer Nation fühlt.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Der Deutsche braucht ja wirklich nur endlich wieder einmal sein eigenes Herz kennen zu lernen und er wäre gesund und es siegte der Mut! Was schiert uns Macht und Ruhm und Lohn? Der Deutsche hat in sich selber Welt genug, um jede äußere entbehren zu können.


Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922


Auch dieses Ergebnis der Schule: der Nihilismus, mit dem sie der Schüler schließlich, nachdem ihm die schönsten Jahre gestohlen worden, verläßt, könnte durch private Gesellschaften sicherlich rascher, mit geringerem Lärm und weitaus billiger erzielt werden.


Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988