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Das sind die Stufen der Erkenntnis: das Leben ein Zweck, das Leben ein Leid, das Leben ein Traum, das Leben ein Ulk, das Leben ein Spiel, das Leben ein Gottesdienst!
Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922
Der Deutsche braucht ja wirklich nur endlich wieder einmal sein eigenes Herz kennen zu lernen und er wäre gesund und es siegte der Mut! Was schiert uns Macht und Ruhm und Lohn? Der Deutsche hat in sich selber Welt genug, um jede äußere entbehren zu können.
Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922
Die Wahrheit ist eine scheue Geliebte, man besitzt sie niemals ganz.
Jede Jugend hat das Bedürfnis nach Gestalt: ihre Grenzen will sie ziehen, und wer diesen widerstrebt, ist ihr der Feind.
Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922
Der Wiener ist ein mit sich’ sehr unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann.
Theater wird erst wirklich, wenn das Publikum innerlich mitspielt.
Gibt’s noch Toren, die meinen, das Unrecht aus der Welt schaffen zu können? Es ist unentbehrlich, schon zur Scheidung der Geister: In solche, die vorziehen, Unrecht zu tun, und solche die vorziehen, Unrecht zu leiden. Mit der Erkenntnis dieser Unentbehrlichkeit des Unrechts in der Welt beginnt alle Weisheit; mit der Entscheidung, lieber Unrecht zu leiden als zu tun, beginnt die Liebe.
Quelle: "Kritik der Gegenwart" - 1922