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Honoré de Balzac

* 20.05.1799 - † 18.08.1850

Illustration mit dem Titel: Tolldreiste Geschichten
"Tolldreiste Geschichten"
Illustration von © Michael Blümel

Zitate von Honoré de Balzac

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Zwei Gatten, die getrennte Zimmer haben, haben sich entweder getrennt oder sie haben das Glück zu finden gewußt; sie verabscheuen einander oder sie beten sich an.


Quelle: "Physiologie der Ehe" - "Physiologie du mariage" (1829)


Eifersüchtig sein bedeutet gleichzeitig: den Gipfel der Ichsucht, den Bankrott der Selbstachtung und die Erregung einer falschen Eitelkeit.


Durch ein unerklärliches Phänomen haben viele Leute Hoffnungen, ohne Glauben zu besitzen. Die Hoffnung stellt die Blüte des Wunsches dar, der Glaube ist die Frucht der Gewißheit.


Quelle: "Die Suche nach dem Urelement"


Die Zeitungen haben über den Geist aller geistreichen Männer hinaus die Heuchelei des Tartüff.


Quelle: "Verlorene Illusionen/Glanz und Elend der Kurtisanen" - "Les illusions perdues/Splendeurs et misères des courtisanes" (1837-43)


Wenn man die Entwicklungsgeschichte neuer Ideen verfolgt, so fehlt die Periode der Verhöhnung niemals.


Eine Frau auf dem Lande zu überwachen, ist an und für sich schon das Allerschwierigste, was es gibt. Kannst du gleichzeitig in allen Gebüschen sein, auf alle Bäume klettern, kannst du der Spur eines Liebhabers folgen, der nachts das Gras niedergetreten hat, da ja, als vorn Morgentau benetzt, jenes Gras sich wieder aufrichtet und unter den Strahlen der Sonne lustig weitersprießt? Kannst du auf jede Lücke in der Parkmauer ein Auge haben? Oh! Das Land und der Frühling…


Die Intrige weckt weniger gegensätzliche Leidenschaften als das Talent, ihre stummen Machenschaften wecken niemandes Aufmerksamkeit.


Der Ruhm ist eine fliegende Brücke, die zum Überschreiten einer Schlucht zu dienen vermag.


Quelle: "Albert Savarus" (1842)


Es ist ebenso absurd zu behaupten, ein Mann könne nicht ständig dieselbe Frau lieben, wie zu behaupten, ein Geiger brauche mehrere Geigen, um ein Musikstück zu spielen.


Wenn der Geiz sich ein Ziel setzt, hört er auf ein Laster zu sein. Er ist dann das Mittel der Tugend; seine übertriebenen Entbehrungen werden zu beständigen Opfern; er hat, mit einem Wort, die Größe der Absicht, die sich unter seiner Niedrigkeit verbirgt.


Quelle: "Beatrix oder Die erzwungene Liebe" - "Béatrix ou les amours forcés" (1839-45)


In der Ehe muß man einen unaufhörlichen Kampf gegen ein Ungeheuer führen, das alles verschlingt: die Gewohnheit.


Quelle: "Eine doppelte Familie" - "Une double famille" (1830)


Zwischen Wohl- oder Übeltun besteht kein anderer Unterschied als Ruhe oder Unruhe des Gewissens, die Mühe ist dieselbe.


Die Menschen beten mit Vorliebe an, was sie selbst nicht besitzen.


Es ist leichter, Liebhaber als Ehemann zu sein, weil es schwerer ist, alle Tage Geist zu haben, als von Zeit zu Zeit eine hübsche Bemerkung zu machen.


Von einer verliebten Frau kann man alles erwarten und alles vermuten!