Apho Logo


Dietrich Bonhoeffer

* 04.02.1906 - † 09.04.1945


Zitate von Dietrich Bonhoeffer

Insgesamt finden sich 17 Texte im Archiv.
Es werden maximal 5 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Immer wird das Vertrauen eines der größten und beglückendsten Geschenke menschlichen Zusammenlebens sein.


Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die Du in unsere Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
Wir wissenes, Dein Licht scheint in der Nacht.


Das Freisein von etwas erfährt seine Erfüllung erst in dem Freisein für etwas. Freisein allein um des Freiseins willen aber führt zur Anarchie.


Quelle: "Gesammelte Schriften." Chr. Kaiser-Verlag, München - 1978


Erinnerungen, die unser Herz berühren,
gehen niemals verloren.
Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual
der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen
Stachel sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.


Man sieht heute alte Ideologien zusammenbrechen und muß fürchten, daß der Mensch mit ihnen begraben wird, man siebt eine neue geistige Welt aufsteigen, in der der Mensch von Gewalten und Dämonen überfallen wird und sich doch nicht preisgeben will; man siebt sich gefangen und will doch frei sein, man fühlt sich den Boden unter den Füßen weggezogen und will doch nicht fallen. Hier muß der Mensch in äußerster Leidenschaft in der Suche nach sich selbst, sich selbst neu setzen, sich bewahren, sich finden in der Frage nach sich selbst, nach dem, was seine Existenz neu zu begründen imstande wäre.


Quelle: "Gesammelte Schriften." Chr. Kaiser-Verlag, München - 1978