Apho Logo


Benedikta Buddeberg

* 24.04.1955 † 22.05.2012


Benedikta Buddeberg wurde am 24. April 1955, als erstes Kind des Bergarbeiters Josef Gorcitza und der Justizangestellten Annemarie Gorcitza geb. Bunk, in Herne geboren. 1960 wurde Martin geboren, das zweite Kind der Familie Gorcitza.

In den Jahren von 1961 bis 1965 besuchte Benedikta Buddeberg die Volksschule Grüner Weg in Herne. Im Anschluss wechselte sie an das Neusprachliche Mädchengymnasium Herne, das sie 1971 mit der mittleren Reife abschloss.

1971 siedelte Benedikta Buddeberg nach Bochum über, wo sie eine Ausbildung zur fernmelde- technischen Angestellten bei der Deutschen Bundespost begann

Wie sie selbst sagt: "1974 lernte ich Christen kennen, für die Religion nicht nur hohles Ritual aus Tradition war, sondern die daraus glaubwürdig lebten. Auf der Suche nach dem Grund ihres "Anders Seins" hatte ich eine erste Begegnung mit dem auferstanden Jesus, was mich dazu brachte, mein Leben endgültig mit Gott zu leben. Da ich vorher alle christliche Tradition bewusst abgelegt hatte und ein dem Sozialismus entsprechendes atheistisch/materialistisches Weltbild gepflegt hatte, war diese Erfahrung und Entscheidung wesentlich und sehr bewusst. Ich habe mein Leben darauf ausgerichtet, was meine Weltsicht, mein Selbstverständnis und meinen Alltag deutlich prägt."

1977 heiratete sie den freikirchlichen Pastor Ulrich Johannes Buddeberg. Seit 1978 lebte die Familie Buddeberg in Bielefeld. 1979 wurde Irmela, dass erste Kind der Familie Buddeberg, geboren. Irmela studierte Dipl. Pädagogik in Hamburg, heiratete und arbeitete bis zur Geburt ihres ersten Kindes 2012 an der Uni Dortmund. 1981 wurde Tabea geboren, inzwischen verheiratet und Mutter von drei Kindern. Anfang 2014 macht sie den Abschluss ihres Studiums in Geschichte, Sozialwissenschaften und Germanistik in Essen. 1982 siedelte die Familie nach Hagen-Hohenlimburg über. Hier wurde 1982 Sarah geboren. Nach ihrem erfolgreichen Studium in Theaterwissenschaften und Philosophie in Leipzig zog sie nach Dresden und arbeitet seit 2012 als Fraktionsgeschäftsführerin der LINKEN. 1984 kam Magdalena zur Welt. Sie studierte Sozialwissenschaften in Duisburg. Sie ist verheiratet und ebenfalls an der Uni Dortmund beschäftigt. Anna-Geraldine, der letzte Spross der Familie Buddeberg, wurde 1989 geboren. Nach dem Abitur im Gymnasium Hohenlimburg machte sie ihren Bachelor in Germanistik und Soziologie an der Uni Manheim. Sie lebt verheiratet in der Nähe von Kaiserslautern. Die fast 30-jährige Investition in die Erziehung ihrer Kinder hat einen wesentlichen Teil des Lebens von Benedikta Buddeberg ausgemacht und widerspricht deutlich den gesellschaftlichen Ideologien.

Großen Einfluss auf ihr Leben nahm 1993 der frühe Tod ihres Bruders. Sie sagte dazu: "Ich machte mir bewusst, dass meine Daseinszeit auf diesem Planeten begrenzt ist und ich in dieser Zeit die Dinge umsetzen sollte, zu denen ich mich berufen weiß. Dazu gehörte auch das Verlassen der evangelischen Kirche. Die Profillosigkeit dieser Institution wurde unerträglich für mich und ich schloss mich einer jungen Bewegung an, die versucht, das, was sie glaubt und erfahren hat, auch zu leben. Die Gründung der Anskar-Kirche Hagen waren unmittelbare Folgen dieses Ereignisses." Gemeinsam mit ihrem Mann Ulrich leitete Benedikta Buddeberg diese Evangelische Freie Gemeinde bis Mitte 2007.Von 2009 bis Frühjahr 2012 war sie für die Grünen kommunalpolitisch tätig als Bezirksvertreterin in Hagen-Hohenlimburg und als Ratsfrau in Hagen.

Schon früh interessierte sich Benedikta Buddeberg für gesellschaftspolitische Fragen und nahm nach der Familienphase die schriftstellerischen Versuche aus ihrer Schulzeit wieder auf. So entstanden in den vergangen Jahren über 400 Gedichte, etliche Kurzgeschichten, sowie ein Sachbuch, das sich mit der Frauenproblematik in biblischen Texten auseinandersetzt. Seit Ende 2002 suchte sie die Öffentlichkeit für ihre Werke. Als "Nebenprodukt" besonders der Gedichte entwickelte sich ihre Liebe zum Aphorismus. Während von den Gedichten bereits 2002 "Nicht um bunten Traum", 2003 "Dann leben sie noch heute" und 2008 „Bethlehem eben“ veröffentlicht wurden, sind ihre Aphorismen bisher nur im Internet zu finden. Im Herbst 2004 nahm sie am 1. Aphoristikertreffen in Hattingen teil; danach dann auch an den Treffen 2008 und 2010.

Benedikta Buddeberg verstarb am 22. Mai 2012 nach schwerer Krankheit.

Im Januar 2014 wurden etwa 380 Aphorismen beim Deutschen Aphorismus-Archiv in Hattingen zur Archivierung eingereicht.

Foto des Autors: Benedikta Buddeberg
Quelle & Rechte:
aphorismen-archiv.de

Zitate von Benedikta Buddeberg

Insgesamt finden sich 430 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Die Arroganz hält sich für hochgestellt.
Eine Verbindung der Arroganz mit der Ignoranz
ergibt folglich
Potenzierte Dummheit


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Besinnung ist sinnvoll in einer besinnungslos sinnlosen Welt


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

In eine Richtung zu laufen heißt noch nicht, den Weg zu kennen


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Wenn sich aus dem Chaos
der Kosmos entwickelt hat
brauchen wir eigentlich nur
hoffnungsfroh abzuwarten


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Selbstverwirklichung bleibt nie wirkungslos


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Wir ziehen die Zerstreuung der Sammlung vor


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Ohne das Aroma der Farben schmeckt der Alltag im Ganzen grau


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Drei Ringe ums Herz
Schuld, Zweifel und Angst
verhindern die Liebe


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Mentanoia statt Paranoia


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Nur wer bereit ist, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wird fliegen lernen.


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Frauen kaufen so viele Schuhe, weil sie die richtigen noch nicht gefunden haben


Quelle: "Exposé"
© Benedikta Buddeberg

Der Diamant ist eigentlich ein Brikett,
das schwer unter Druck geraten ist
und dann auch noch abgeschliffen wurde.


Quelle: "Im Getriebe wird das Sandkorn zur Macht"
Anthologie zum Aphorismenwettbewerb 2014: "Großes im Kleinen"
© Benedikta Buddeberg