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George Berkeley

* 12.03.1685 - † 14.01.1753


Zitate von George Berkeley

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Vergeblich erweitern wir unsern Blick in die himmlischen Räume und erspähen das Innere der Erde; vergeblich ziehen wir die Schriften gelehrter Männer zu Rate und verfolgen die dunklen Spuren des Altertums; wir sollten nur den Vorhang von Worten wegziehen, um klar und rein den Erkenntnisbaum zu erblicken, dessen Frucht vortrefflich und unserer Hand erreichbar ist.


Quelle: "Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis" 1710

Daß die Dinge, die ich mit meinen Augen sehe und mit meinen Händen betaste, existieren, wirklich existieren, bezweifele ich nicht im mindesten. Das einzige, dessen Existenz wir in Abrede stellen, ist das, was die Philosophen Materie oder körperliche Substanz nennen.


Quelle: "Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis" 1710

Es besteht in der Tat eine auffallend verbreitete Meinung, daß Häuser, Berge, Flüsse, mit einem Wort, alle sinnlichen Objekte, eine natürliche oder reale Existenz haben, die von ihrem Perzipiertwerden durch den Verstand verschieden ist... Denn was sind die vorhin erwähnten Objekte anderes als die sinnlich von uns wahrgenommenen Dinge, und was percipieren wir anderes als unsere eigenen Ideen oder Sinnesempfindungen – und ist es nicht ein vollkommener Widerspruch, daß irgendeine von diesen oder irgendeine Verbindung von ihnen unwahrgenommen existieren sollte?


Quelle: "Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis" 1710

Geister sind tätige, unteilbare Substanzen, Ideen träge, vergängliche, abhängige Dinge, die nicht an sich existieren, sondern getragen werden von Geistern oder spirituellen Substanzen oder in diesen existieren.


Quelle: "Berkeley's Principien der menschlichen Erkenntniss"

Die meisten Menschen, welche schlicht und ungelehrt sind, machen keinen Anspruch auf den Besitz abstrakter Begriffe.