Apho Logo


Matthias Claudius

* 15.08.1740 - † 21.01.1815


Zitate von Matthias Claudius

Insgesamt finden sich 277 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Hier ruht ein seltner Advokat,
Der Unrecht nie verteidigt hat
Und Eintracht jedermann empfahl –
Er starb im Hospital.


Nur, wie alles seine Zeit hat, so hat auch alles seinen Ort. Wo der Unfug bis auf einen gewissen Grad gestiegen ist, da hat Schweigen und Vergessen seine Bedeutung verloren.


Quelle: "Der Wandsbecker Bote"


Gott gebe mir nur jeden Tag, So viel ich darf, zum Leben. Er gibt’s dem Sperling auf dem Dach, Wie sollt’ er’s mir nicht geben!


Voltaire und Shakespeare: der eine
Ist, was der andere scheint.
Meister Arouet sagt: ich weine,
Und Shakespeare weint.


Quelle: "Der Wandsbecker Bote"


Wenn’s euch mit dem und jenem wirklich Ernst ist, und es dir so recht durch Mark und Bein geht, so lasse du’s durchgehen und danke Gott dafür und sage niemandem davon.


Quelle: "Der Wandsbecker Bote"


Unschuld hat ihren eigenen Engel, der hinter euch hergeht und über euch wacht, solange ihr unschuldig seid. Erzürnt ihn nicht!


Herr, laß mich zu dir finden im Gebet,
daß ich mein Leben in der Tiefe schaue
und meinen Teil zu deinem Tempel baue,
der unvergänglich steht.


Der urteilt und hält allemal zu hoch von seinem Landsee, wer noch nie das offene Meer gesehen hat.


Die Sterne

Ich sehe oft um Mitternacht,
wenn ich mein Werk getan
und niemand mehr im Hause wacht,
die Stern’ am Himmel an.

Sie gehn da, hin und her zerstreut,
als Lämmer auf der Flur;
in Rudeln auch und aufgereiht
wie Perlen an der Schnur;

und funkeln alle weit und breit,
und funkeln rein und schön;
ich seh die große Herrlichkeit
und kann mich satt nicht sehn,

dann saget unterm Himmelszelt
mein Herz mir in der Brust:
"Es gibt was Bess’res in der Welt,
als all ihr Schmerz und Lust."

Ich werf mich auf mein Lager hin
und liege lange wach
und suche es in meinem Sinn
und sehne mich darnach.


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, das die Gelehrten einbrocken; sondern ihn hungert noch nach etwas Besserm, nach einem Wort, das durch den Mund Gottes geht.


Dann saget unterm Himmelszelt mein Herz mir in der Brust:
Es gibt was Besser’s in der Welt als all ihr Schmerz und Lust.
Ich werf mich auf mein Lager hin und liege lange wach.
Ich suche es mit meinem Sinn und sehne mich danach.


Werde niemand etwas schuldig; doch sei zuvorkommend, als ob alle deine Gläubiger wären!