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Viele Schriftsteller glauben den Ruhm zu lieben und lieben doch nur ihre Eitelkeit.
Quelle: "Früchte der vollendeten Zivilisation. Maximen, Gedanken" - 1795
Manche Dirne findet Gelegenheit, sich zu verkaufen,
und fände keine, sich zu verschenken.
Quelle: "Früchte der vollendeten Zivilisation. Maximen, Gedanken" - 1795
Der Philosoph ist ein Mensch, der den Wert eines jeden einzelnen kennt. Nun verstehen Sie, warum seine Ansichten niemandem gefallen.
Ruhm ist der Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen.
Der bescheidenste Mann muß, wenn er in der Welt lebt, eine sichere Haltung haben und eine gewisse Ungezwungenheit, welche verhindern, daß man irgendwelche Vorteile über ihn gewinne. In diesem Falle muß er seine Bescheidenheit mit Stolz schmücken.
Quelle: "Früchte der vollendeten Zivilisation. Maximen, Gedanken" - 1795
Es scheint, dass bei gleichen geistigen Gaben der Reiche niemals die Natur, den Menschen, die Gesellschaft so gut kennen kann wie der Arme. Denn in dem Augenblick, wo der Reiche im Genuss aufgeht, muss der Arme sich mit dem Denken trösten.
Quelle: "Früchte der vollendeten Zivilisation. Maximen, Gedanken" - 1795
Die Sammler von Gedichten, Aphorismen und Anekdoten gleichen denen, die Kirschen oder Austern essen. Sie nehmen zunächst die besten und essen schließlich alle.
In allem Gerechtigkeit, und es wird genug Freiheit geben.
Die Gesellschaft, die Kreise, die Salons, das, was man die Welt nennt, ist ein elendes Stück, eine schlechte Oper, ohne Interesse, welche durch Maschinen und Dekorationen ein wenig aufrecht erhalten wird.
Quelle: "Früchte der vollendeten Zivilisation. Maximen, Gedanken" - 1795
In großen Dingen zeigen sich die Menschen so, wie man es von ihnen erwartet, in kleinen geben sie sich so, wie sie sind.
Quelle: "Früchte der vollendeten Zivilisation. Maximen, Gedanken" - 1795
Beim gegenwärtigen Stand der Gesellschaft scheint es unmöglich, dass es einen einzigen Menschen gibt, der den Grund seiner Seele sowie die Details seines Charakters und vor allem seine Schwächen seinem besten Freund zeigen dürfte. Man muss, im Gegenteil, die Verstellung so weittreiben, dass sie nicht einmal geargwöhnt werden kann, und sei es auch nur, um nicht als Schauspieler in einer Truppe ausgezeichneter Komödianten angesehen zu werden.
Quelle: "Oeuvres"
Viele Männer und Frauen suchen die allgemeine Achtung, nicht weil man sie kennt, sondern weil man sie nicht kennt.