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Der du so tief gegrübelt Tag und Nacht
Und über Welt und Leben nachgedacht,
Sieh nur einmal, wie’s dieses Schicksalsrad
Bisher mit allen andern hat gemacht!
Quelle: "Robâîyât-e-Khayyâm" Übersetzt von Friedrich Rosen
Vom Himmel reißt der Morgen das schwarze Tuch
Der Nacht, drum füll mit Magierwein den Krug,
Saqi, und reib dir deine Augen wach!
Glaub mir, du schläfst dereinst noch lang genug.
Quelle: "Robâîyât-e-Khayyâm" Übersetzt von Friedrich Rosen
Nur ein Haar trennt die Wahrheit von der Lüge.
Ein Vogel saß einst auf dem Wall von Tûs,
Vor ihm der Schädel König Keykawûs
Und klagte immerfort: Afssûss, afssûss!
Wo bleibt der Glocken und der Pauken Gruß?
Quelle: "Robâîyât-e-Khayyâm" Übersetzt von Friedrich Rosen
Für eine magische Laterne ist diese ganze Welt zu halten,
In welcher wir voll Schwindel leben.
Die Sonne hängt darin als Lampe, die Bilder aber und Gestallten
Sind wir, die dran vorüberschweben.
Quelle: "Robâîyât-e-Khayyâm" Übersetzt von Adolf Friedrich von Schack