Apho Logo


Minna Cauer

* 01.11.1841 - † 03.08.1922


Zitate von Minna Cauer

Insgesamt finden sich 8 Texte im Archiv.
Es werden maximal 5 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Anders als gut kann es nicht kommen. Wer tief hat durchmüssen und hinterdrein merken konnte, daß alles, was zuerst Unglück war, zum Guten ausgeschlagen ist, der fürchtet nichts mehr.


Haß schwächt, läßt er doch destruktiven Gefühlen freie Bahn; die Verachtung dagegen behält die Kontrolle.


Die kleinen Angelegenheiten, die in unserm Alltag uns umdrängen, hindern uns daran, unsern gesamten Lebensinhalt zu übersehen und zutreffende Größenurteile zu fällen.


Für Eltern lautet die Frage nicht: "Geht mein Kind seine Wege oder meine Wege?", sondern: "Geht es sie mit mir oder ohne mich?"


Einmal kommt für uns alle die Stunde, in der es kein Ausweichen mehr gibt, in der auch der nächste Freund an der Schwelle, die es zu überschreiten gilt, zurückbleiben muß, in der jeder ganz allein auf sich gestellt ist. Sterben ist von allen menschlichen Erfahrungen die einsamste. Denn selbst wo viele zugleich den Tod erleiden, stirbt doch jeder mit sich allein. Und wie könnten wir beruhigt auf diese dereinst mit Sicherheit uns bevorstehende Stunde zuschreiten, wenn wir hier und jetzt es ständig meiden wollen, allein zu sein? Stille Zeiten sind uns nötig, damit wir bei uns selber einkehren, in uns selber daheim sein lernen.