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Adelbert von Chamisso

* 30.01.1781 - † 21.08.1838

Illustration mit dem Titel: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
"Peter Schlemihls wundersame Geschichte"
Illustration von © Michael Blümel

Zitate von Adelbert von Chamisso

Insgesamt finden sich 103 Texte im Archiv.
Es werden maximal 10 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Durch Wermut wird das Bittre nicht versüßt.


Quelle: "Salas y Gomez: Die letzte Schiefertafel"


Ich träume als Kind mich zurücke
Und schüttle mein greises Haupt.


Quelle: "Gedichte" - 1831


Blase jeder, was er kann,
Lichter aus und Feuer an!
Lobt die Jesuiten.


Quelle: "Nachtwächterlied" - 1826


Missachtet mag ich Dulderin nicht leben.


Quelle: "Aus der Vendee" - 1832


Es ist die Medizin für den der ihrer bedarf, eine heimliche, fast zauberische Kunst; auf dem Glauben beruht immer ein guter Teil ihrer Kraft.


Quelle: "Reise um die Welt"


Dem Sel’gen öffnet sich das Tor des Lebens,
Der selber sich beherrscht, nicht deinesgleichen,
Dem stolzen Sohn des blutig wirren Strebens.


Quelle: "Gedichte, Sonette und Terzinen, Das Malerzeichen" - 1830


Des Sehers und des Sängers Gaben sind
Von Gott und heilig; ehrt den Gott in euch,
Frönt nicht mit Heiligem dem Weltlichen,
Buhlt mit der Lyra nicht um schnöden Lorbeer
Und nicht um schnödres Gold.


Quelle: "Nachhall"


Der Bettler (nach Beranger)

Ich will in dieser Rinne sterben,
Bin alt und siech genug dazu;
Sie mögen mich "betrunken" schelten,
Mir recht! sie lassen mich in Ruh,
Die werfen mir noch ein’ge Groschen,
Die wenden ab ihr Angesicht;
Ja, eilt nur, eilt zu euren Festen,
Zum Sterben brauch’ ich euch doch nicht.

Vor Alter muß ich also sterben,
Man stirbt vor Hunger nicht einmal;
Ich hofft’ in meinen alten Tagen
Zuletzt noch auf ein Hospital;
Soviel des Elends gibt’s im Volke,
Man kommt auch nirgends mehr hinein;
Die Straße war ja meine Wiege,
Sie mag mein Sterbebett auch sein.

Lehrt mich ein Handwerk, gebt mir Arbeit,
Mein Brot verdienen will ich ja;-
Geh betteln! hieß es, Arbeit? Arbeit?
Die ist für alle Welt nicht da.
Arbeite!schrien mich an, die schmausten,
Und warfen mir die Knochen zu;
Ich will den Reichen doch nicht fluchen,
Ich fand in ihren Scheunen Ruh.

Ich hätte freilich stehlen können,
Mir schien zu betteln minder hart;
Ich habe höchstens mir am Wege
ein paar Kartoffeln ausgescharrt,
Und immer allerorten steckte
Die Polizei mich dennoch ein,
Mir raubend meine einz’ge Habe-
Du Gottes Sonne bist ja mein!

Was kümmert mich Gesetz und Ordnung,
Gewerb und bürgerliches Band?
Was euer König, eure Kammern?
Sagt, hab ich denn ein Vaterland?
Und dennoch, als in euern Mauern
Der Fremde Herr zu sein gemeint,
Der Fremde,der mich reichlich speiste,
Ich Narr, wie hab ich da geweint.

Ihr hättet mich erdrücken sollen,
als ich das Licht der Welt erblickt;
Ihr hättet mich erziehen sollen,
Wie sich’s für einen Menschen schickt.
Ich wäre nicht der Wurm geworden,
Den ihr euch abzuwehren sucht;
Ich hätt’ euch brüderlich geholfen
Und euch im Tode nicht geflucht.


Wohl vor allem, was man Güter heißt,sind’s diese beiden, die man billig preist:Ein hohes Alter und ein rein Gewissen.


Quelle: "Gedichte - Zweites Lied von der alten Waschfrau"


Im Schmerze wird die neue Zeit geboren.


Quelle: "Auf den Tod von Otto v. Pirch"