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Unser Leben ist endlich, das Wissen ist unendlich. Mit dem Endlichen etwas Unendlichem nachzugehen, ist gefährlich.
Das Dao liebt nicht Geschäftigkeit.
Geschäftigkeit führt zu Überlastung;
Überlastung führt zu Unruhe;
Unruhe führt zu Sorgen, und mit Sorgen
ist man rettungslos verloren.
Ein Hund ist nicht deshalb gut, weil er tüchtig bellen kann; ein Mensch ist nicht deshalb weise, weil er tüchtig reden kann, und viel weniger groß!
Wo der Wille an einem haftet, sammelt der Geist seine Macht.
Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit.
Es gibt keinen größeren Räuber als planmäßige Tugendhaftigkeit. Noch ärger ist es allerdings, wenn die Planmäßigkeit zwinkert, denn durch das Zwinkern entsteht selbstgefällige Betrachtung des inneren Ich. Solche Betrachtung des inneren Ich führt zu Verderben.
Wenn man bedenkt, daß das, was der Mensch weiß, nicht dem gleichkommt, was er nicht weiß; daß die Zeit seines Lebens nicht gleichkommt der Zeit, da er noch nicht lebte: so ist klar, daß, wer mit jenen kleinen Mitteln zu erschöpfen trachtet diese ungeheuren Gebiete, notwendig in Irrtum gerät und nicht zu sich selbst zu kommen vermag.