Apho Logo


Denis Diderot

* 05.10.1713 - † 31.07.1784


Zitate von Denis Diderot

Insgesamt finden sich 284 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Der Gott der Christen ist ein Vater, der ein riesiges Aufhebens um seine Äpfel macht, aber keine großen Versuche unternimmt, seinem Sohn zu helfen.


Klosterleben macht Fanatiker oder Heuchler.


Quelle: "Die Nonne" - 1760/61

Das Interesse der Wahrheit würde verlangen, dass die Denkenden sich endlich dazu herbeilassen, sich mit den Schaffenden zu verbinden ...


Quelle: "Gedanken zur Interpretation der Natur" - 1754

Von der Philosophie zur Gottlosigkeit ist es eben so weit als von der Religion zum Fanatismus, aber vom Fanatismus zur Barbarei ist es nur ein Schritt.


Quelle: "Essai sur le mérite et la vertu de Shaftesbury" - 1745

Erstens ist die Natur so mannigfaltig, vor allem in den Instinkten und Charakteren, daß die Phantasie eines Dichters nichts noch so Absonderliches gebiert, wofür Erfahrung und Beobachtung Ihnen in der Wirklichkeit nicht ein Modell böten.


Quelle: "Jacques der Fatalist" - 1771

Mit Ihnen fühle ich, liebe ich, höre ich, sehe ich, liebkose ich; ich habe eine Daseinsform, die ich jeder anderen vorziehe. Sobald Sie mich in Ihre Arme nehmen, genieße ich ein Glück, das durch nichts übertroffen werden kann. Vor vier Jahren erschienen Sie mir schön, heute finde ich Sie noch schöner. Das ist der Zauber der Beständigkeit, der schwierigsten und seltensten unserer Tugenden.


Quelle: "Brief an Sophie Volland" - 14. Oktober 1759

Das Gefühl dürfte kaum die Eigenschaft eines großen Genies sein. Es wird die Gerechtigkeit lieben, aber es wird diese Tugend ausüben, ohne ihre Süßigkeit zu empfinden. Nicht sein Herz, sondern sein Kopf macht alles.


Quelle: "Das Paradoxon des Schauspielers" - 1773

Der erste Schritt zur Philosophie ist der Unglaube.


Doppelzüngigkeit – Das ist das eigentümliche Laster des verschlagenen Menschen, und der verschlagene Mensch ist ein böser Mensch, der zwar das Äußere des guten Menschen hat, das heißt schönen Schein, aber ein falsches Spiel treibt.


Es wäre besser, an der Verhütung des Elends zu arbeiten, als die Zufluchtsplätze für die Elenden zu vermehren.


Der Augenblick ist gekommen, der sie von der Herrschaft ihrer Eltern befreien soll: Ihre Phantasie ist eröffnet, ihre eine Zukunft voller Illusionen, ihr Herz schwelgt in heimlichen Wonnen. Ja, freue dich nur, unglückliches Geschöpf. Die Tyrannei, der du entkommen bist, hätte sich mit der Zeit unmerklich gemildert, diejenige, die dir bevorsteht, wird mit den Jahren unaufhaltsam zunehmen.


Quelle: "Über die Frauen" - 1772

Die Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgeschüttelt sein.