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Denis Diderot

* 05.10.1713 - † 31.07.1784


Zitate von Denis Diderot

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Statt zuzuhören oder zu schweigen, schwatzt jeder über das, was er nicht weiß, und alle langweilen sich aus dummer Eitelkeit oder aus Höflichkeit.


Quelle: "Dies hier ist kein Märchen"

Man soll arbeiten, man soll sich nützlich machen, man ist über seine Talente Rechenschaft schuldig...


Quelle: "Brief an Voltaire" - 19. Februar 1758

Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass sie die Seele des Menschen in seinen Köper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quartieren.


Der Mensch ist zur Gemeinsamkeit geboren, sondert ihn ab, vereinsamt ihn, und seine Begriffe verwirren sich, sein Charakter wird verschroben, tausend lächerliche Gelüste keimen in seinem Herzen, abartige Gedanken wuchern in seinem Hirn wie Dornengestrüpp auf Brachland.


Quelle: "Die Nonne" - 1760/61

Der Ehebruch im Herzen ist doch wohl ebenso große Sünde wie ein Ehebruch mit besseren Voraussetzungen.


Quelle: "Unterhaltung eines Philosophen mit der Marschallin von C."

Die Scharlatane, die nicht schweigen können und die Schweigen und Bescheidenheit für Symptome von Unwissenheit und Dummheit halten, legen sich unerschöpfliche Zitatenschätze zu.


Quelle: "Autorität in der Rede und in der Schrift"

In den ersten Jahrhunderten gab es sechzig Evangelien, die fast alle gleich unverdaulich waren. Man verwarf sechsundfünfzig wegen ihrer Kindlichkeit und Albernheit. Gäbe es hierfür keinerlei Anhaltspunkte bei denjenigen, die man behalten hat?


Es gibt nur eine Leidenschaft, nämlich glücklich zu sein. Sie heißt je nach den Objekten anders: Untugend oder Tugend, gemäß der Heftigkeit, den Mitteln und Effekten.


Mit Sorgfalt bewahrt man die Zeichen des Wohlwollens der Großen auf ...


Quelle: "Brief an Voltaire" - 11. Juni 1749

Die Stimme des Gewissens und der Ehre ist sehr schwach, wenn die Eingeweide schreien.


Quelle: "Rameaus Neffe" - 1760-1764

Der Hauptpunkt im Leben ist doch nur: frei, leicht, angenehm, häufig, alle Abende auf den Nachtstuhl zu gehen. O stercus pretiosum! das ist das große Resultat des Lebens in allen Ständen.


Quelle: "Rameaus Neffe" - 1760-1764

Vorliebe für das Außergewöhnliche ist ein Merkmal von Mittelmäßigkeit.