
Insgesamt finden sich 386 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.
Das Menschengeschlecht erkennt seine Propheten nicht und tötet sie, doch es liebt seine Märtyrer.
Wenn du einen Menschen richtig kennenlernen und etwas über sein innerstes Wesen in Erfahrung bringen willst, so mach dir nicht erst die Mühe zu analysieren, wie er spricht, schweigt, weint oder von hehren Gedanken ergriffen wird. Du brauchst ihn bloß beim Lachen zu beobachten. Hat er ein gutes Lachen, ist er ein guter Mensch.
Was der Verstand für Schmach hält, ist dem Herzen Schönheit. Ist denn in Sodom Schönheit? Glaube mir, für die übergroße Zahl der Menschen sitzt sie gerade in Sodom – wußtest du schon um dieses Geheimnis? Schrecklich ist, daß Schönheit nicht nur etwas Furchtbares, sondern auch etwas Geheimnisvolles ist. Hier ringen Gott und der Teufel, und der Kampfplatz – ist des Menschen Herz.
Quelle: "Die Brüder Karamasow" - 1878-1880
Viele starke Menschen haben, wie mir scheint, geradezu ein natürliches Bedürfnis, jemand oder etwas zu finden, vor dem sie sich beugen können.
Erst wenn du jedes Ding lieben wirst, wird sich dir das Geheimnis Gottes in den Dingen offenbaren. Hat es sich dir aber einmal offenbart, dann wirst du es unablässig immer weiter und immer mehr Tag für Tag erkennen.
Quelle: "Die Brüder Karamasow" - 1878-1880
Alles liegt in den Händen des Menschen, und er läßt es sich entschlüpfen, weil er feige ist.
Quelle: "Schuld und Sühne" - 1866
Einer Leidenschaft verfallen ist oft schlimmer als in Gefangenschaft geraten.
Quelle: "Onkelchens Traum" - Fjodor Dostojewski
Der Mensch hat bisher nichts anderes getan,
Quelle: "Die Dämonen" - Fjodor Dostojewski
In der Logik allein ist doch immer ein Ungenüge, das schwermütig macht.
Wenn es Gott nicht gibt, dann bin ich Gott.
Quelle: "Böse Geister" - Fjodor Dostojewski
Auf der Erde gibt es nur darum Liebe, weil die Menschen an die Unsterblichkeit glauben. Mit dem Aufhören dieses Glaubens würde die Liebe vernichtet werden, überhaupt jede lebendige Kraft zur Fortsetzung des irdischen Lebens versiegen. Es würde dann auch nichts Unsittliches mehr geben: alles würde erlaubt sein. Es gibt keine Tugend ohne die Unsterblichkeit.
Kein Mensch denkt nach. Selten bringt es einer bis zu einer eigenen Idee.
Quelle: "Sinn der Läuterung"