Apho Logo


Ignaz von Döllinger

* 28.02.1799 - † 10.01.1890


Zitate von Ignaz von Döllinger

Insgesamt finden sich 14 Texte im Archiv.
Es werden maximal 5 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Alte Dynastien ziehen ihre Lebenskraft gleich dem ganzen Volke aus der Vergangenheit, aus der Geschichte einzelner Vorgänger, welche in dem dankbaren Andenken des Volkes als nationale Wohltäter oder als vorzüglich weise Fürsten, oder auch, je nach der Sinnesweise des Volkes, als Eroberer oder Mehrer des Reiches leben.


Möge niemand an der Kirche irre werden, wenn die weltliche Fürstengewalt des Papsttums, sei es zeitweilig, sei es für immer, verschwindet. Sie ist nicht Wesen, sondern Beigabe, nicht Zweck, sondern Mittel.


Quelle: "Kirche und Kirchen, Papsttum und Kirchenstaat" - 1861


Der Rang, welchen eine Nation unter den Völkern einnimmt, entscheidet sehr häufig auch über die Beachtung ihrer Leistungen und Geistesfrüchte von Seiten der Welt.


Jede schrankenlose Gewalt, über deren Gebrauch der Besitzer niemand Rechenschaft abzulegen hat, wird mißbraucht, oft in der besten Absicht mißbraucht, und weise ist nur der, welcher in richtiger Erkenntnis der eigenen Kurzsichtigkeit die Schranke, die seiner Willkür gesetzt ist, willkomen heißt.


Die Vorliebe für die Monarchie gibt sich als ein Gesetz der menschlichen Natur, als die primitive Offenbarung des politischen Bildungstriebes kund.