Insgesamt finden sich 740 Texte im Archiv.
Es werden maximal 15 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.
An das Gute glauben nur die Wenigen, die es üben.
Der Künstler hat nicht dafür zu sorgen, daß sein Werk Anerkennung findet, sondern daß es sie verdient.
Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere Fehler sich bequemer breitmachen können.
Wer sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung fähig.
Beständiges unwillkürliches Lernen ist Sache des Genies.
Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie zu Tisch setzen.
Wir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung - daß niemand einstimmt.
Gemeinsame geistige Tätigkeit verbindet enger als das Band der Ehe.
Im Laufe des Lebens verliert alles seine Reize und seine Schrecken, nur eines hören wir nie auf zu fürchten: das Unbekannte.
Österreich ist eine kleine Welt,
in der die große ihre Probe hält.
Verlegenheit äußert sich bei unerzogenen Menschen als Grobheit, bei nervösen Menschen als Schwatzhaftigkeit, bei alten Jungfern und Junggesellen als Bissigkeit. Phlegmatische Menschen macht die Verlegenheit stumm.
Unerfüllbare Wünsche werden als "fromme" bezeichnet. Man scheint anzunehmen, daß nur die profanen in Erfüllung gehen.
Nichts wird so oft unwiederbringlich versäumt wie eine Gelegenheit, die sich täglich bietet.
Wenn man ein Seher ist, braucht man kein Beobachter zu sein.
Wer die materiellen Genüsse des Lebens seinen idealen Gütern vorzieht, gleicht dem Besitzer eines Palastes, der sich in den Gesindestuben einrichtet und die Prachtsäle leer stehen lässt.