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Otto Ernst

* 07.10.1862 - † 05.03.1926


Zitate von Otto Ernst

Insgesamt finden sich 27 Texte im Archiv.
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Tägliche Austern schmecken entweder genau so wie tägliches Rindfleisch oder – schlechter, und der Schlaf, das ›nährendste Gericht am Tisch des Lebens‹, pflegt über einer gewissen Steuerstufe an Qualität einzubüßen.


Die Halunken suchen immer Deckung hinter der guten Erziehung ihrer Gegner.


Soviel hat der ›wirkliche Mann‹ wenigstens vom Sinn des Lebens begriffen: daß Ungestüm und Überschwang der Jugend genau so notwendig und heilig ist wie die Ruhe des Mannes und die Bedächtigkeit des Greises.


Quelle: "Vom geruhigen Leben - Humoristische Plaudereien über groß und kleine Kinder." - 1903


Auf einen Pornographen

Er hat Talent. Nur muß er sich ergehen
In Schweinerein: so glückt ihm sein Gedicht.
Die Muse hat – verzeihlichstes Versehen! –
Geküßt ihn aufs konträre Angesicht.


Zu den verheerendsten Irrtümern der überregen Menschheit von heute gehört die Meinung, daß ein thätiger Mensch überall mitarbeiten müsse und daß der Ernst des Lebens niemals weniger von uns verlange als das Leben.


Quelle: "Vom geruhigen Leben - Humoristische Plaudereien über groß und kleine Kinder." - 1903