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Rudolf Christoph Eucken

* 05.01.1846 - † 14.09.1926


Zitate von Rudolf Christoph Eucken

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Die modernen realistischen Systeme machen die Beziehungen der Umgebung zur Hauptsache, sie möchten den Menschen von außen her bilden, ihm von außen her sein Glück bereiten. Aber dabei wird und muß der Widerstand der Innerlichkeit erwachen und finden, daß jene Ziele ihr tiefstes Verlangen nicht befriedigen, vielmehr unterdrücken möchten.


Was den modernen Menschen zur Kraftentfaltung trieb und sie ihm wertvoll machte, war der Durst nach einem reicheren und vollen Leben, in jener Entfaltung wurde ein Aufstieg des gesamten Lebens gesucht.


Das größte Hemmnis des Fortschritts ist die Stumpfheit, und der bequemste Deckmantel der Stumpfheit ist das Besserwissenwollen des Nichtwissens, das billige Mäkeln an allem, was eifrig und mutig vorwärtsstrebt.


Wo immer der Mensch die überkommenen Ordnungen nicht mehr als innerlich bindend empfand und zum Maß aller Dinge sein eigenes Meinen und Behagen machte, da entwickelte sich eine Sophistik und verwarf alles an sich Gute, alle Normen als einen leeren Wahn und eine schädliche Beschwerung des Lebens.


Zu unserm eigenen Sein wird, was uns mit einleuchtender Klarheit umfängt.