Apho Logo


Ernst von Feuchtersleben

* 29.04.1806 - † 03.09.1849


Zitate von Ernst von Feuchtersleben

Insgesamt finden sich 173 Texte im Archiv.
Es werden maximal 10 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Die, welche dir die Nächsten sind, erträgst du manchmal schwer. Sei gewiß, es geht ihnen mit dir ebenso.


Das größte und unschätzbarste Gut des Menschen besteht doch zuletzt im Besitz und Gefühle seiner selbst. Wer es, auch nur für kurze Zeit, vermißt und sodann wiedergewonnen hat, – nur der kennt seinen ganzen Wert und wird mit allen Kräften seines Daseins ringen, es nie zu verlieren.


Wie das echte, innige Studium der Natur, wenn es tiefe Offenbarungen gewähren soll, kindliche Gemüter verlangt, so erzeugt es auch wieder in denen, die sich ihm weihen, eine eigene Kindlichkeit und giebt ihnen ihre Jugend wieder.


Das Leben ist kein Traum. Es wird nur zum Traume durch die Schuld des Menschen, dessen Seele dem Rufe des Erwachens nicht folgt.


Es gibt kein wirksameres und herrlicheres Mittel, die Affekte zu zähmen, als ihr Verständnis.


Wer nicht mehr strebt, wer nicht mehr lernt,
der lasse sich begraben.


Jeder wahre Gedanke trägt das Universum in sich - und keiner spricht es aus.


Die Zweifel, das bangste aller Gefühle, löst sich durch
die Verzweiflung, die oft zum wahren Heilmittel wird.


Es ist kein Mensch, der nicht schon unerwartet Gutes erlebt hätte. Das halte ich dir vor und du wirst nicht an der Zukunft verzweifeln. Die Erinnerung wird - wie sie ein Dichter nannte - die Ernährerin der Hoffnung werden.


Nicht eine kränkelnde Moral, –
uns frommt eine robuste Sittlichkeit.


Quelle: "Zur Diätetik der Seele" - 1838