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Kuno Ernst Berthold Fischer

* 23.07.1824 - † 05.07.1907


Zitate von Kuno Ernst Berthold Fischer

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Das Leben ist ein ständiges Fortzeugen, auf Aufgabe folgt Aufgabe, nirgends ist ein punctum finale.


Wir sind nicht Puristen von der törichten Art, die alle Fremdwörter unserer Sprache vertreiben möchten, um ungewohnte, weniger verständliche deutsche von eigener schlechter Mache an ihre Stelle zu setzen; wo aber gute deutsche Ausdrücke vorhanden sind, diesen die Fremdwörter vorzuziehen, finden wir geschmacklos und verwerflich.


Wenn unter dem Ansturm der Affekte sich der Verstand in der Prüfung seiner Gründe nicht beirren läßt, sondern in ungeschwächter, ihm gegenwärtiger Tätigkeit bleibt, so besteht darin die Geistesgegenwart. Was man ’ruhig Blut’ oder Kaltblütigkeit nennt, könnte ohne die Geistesgegenwart nicht stattfinden, sondern es würde alles Denken in Unruhe und Verwirrung geraten.


Volkstümliches Ansehen geht selten zusammen mit dem Namen eines Philosophen. Die Philosophie ist nicht gemacht, die Menge zu gewinnen.


Überall in der Welt ist das Schöne mit dem hässlichen gemischt, und jeder trägt seinen Thersites an und in sich.


Quelle: "Akademische Reden" 1862 - Kuno Ernst Berthold Fischer