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Kuno Ernst Berthold Fischer

* 23.07.1824 - † 05.07.1907


Zitate von Kuno Ernst Berthold Fischer

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Diejenige Änderung der Gesinnung, die einzig und allein Tat und Zeugnis der Freiheit ist, geschieht nicht auf der Außenseite, sondern im innersten Grunde des Charakters, sie ändert die von der Selbstsucht getriebene Willensrichtung, sie ist eine Umwandlung. Wer nicht bis zu dieser Tiefe in sich einkehren und seinen natürlichen Charakter von hier aus bemeistern kann, der hat nicht den Gebrauch seiner Freiheit.


Überall in der Welt ist das Schöne mit dem hässlichen gemischt, und jeder trägt seinen Thersites an und in sich.


Quelle: "Akademische Reden" 1862 - Kuno Ernst Berthold Fischer


Im Ästhetischen liegt ein spielendes Verhalten vor, eine Sammlung und Einheit aller unserer Fähigkeiten.


Wenn unter dem Ansturm der Affekte sich der Verstand in der Prüfung seiner Gründe nicht beirren läßt, sondern in ungeschwächter, ihm gegenwärtiger Tätigkeit bleibt, so besteht darin die Geistesgegenwart. Was man ’ruhig Blut’ oder Kaltblütigkeit nennt, könnte ohne die Geistesgegenwart nicht stattfinden, sondern es würde alles Denken in Unruhe und Verwirrung geraten.


Bedeutende Gedanken so einleuchtend vorzutragen, daß jeder Denkende sie verstehen muß, sie dergestalt ordnen und sprachlich nüancieren, daß sie im Hörer und Leser genau den Sinn erwecken, welchen der Schriftsteller beabsichtigt: darin besteht die Schönheit des Stils.