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Egon Friedell

* 21.01.1878 - † 16.03.1938


Zitate von Egon Friedell

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Rechtsanwälte: Die Welt hat einen großen Bedarf an Leuten, die Unrecht für Recht ausgeben können.


Daß es den Bösen gut geht, ist nur in Ordnung, sie bezahlen ja für ihr materielles Glück reichlich damit, daß sie ohne Gott leben müssen. Aber wie kommt es, daß es auch den Guten so oft gut geht? Daß sie zu ihrer Gewißheit, Gott zu gefallen, und zu ihrem Bewußtsein, gut zu sein, auch noch den äußeren Lohn haben? Ist das nicht ein unverdienter Überschuß, eine Art Überzahlung?


Quelle: "Das Altertum war nicht antik." Georg Prachoer-Verlag - 1950


Jede neue Wahrheit beginnt als Anachronismus; sie wird erst langsam wahr. Es braucht immer eine gewisse Zeit, bis ihre Tiefe heraufsteigt, nach oben kommt und sichtbar, das heißt: oberflächlich wird.


Es ist eine bekannte Tatsache, daß Träume oft viel stärker auf uns wirken als wirkliche Erlebnisse. Woher kommt das? Weil das Erlebnis immer eine viel geringere Realität hat als die Phantasie.


Was das Gymnasium wert ist, sieht man weniger an denen, die es besucht haben, als an denen, die es nicht besucht haben.