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Eine verstimmte Frau ist ebenso ein Druck, wie eine heitere, die einem Flügel leiht.
Große Zeit ist’s immer nur, wenn’s beinahe schiefgeht, wenn man jeden Augenblick fürchten muß: jetzt ist alles vorbei.
Mit bloßem Charakter ist auch nicht viel zu machen, oder doch höchstens Feiertags; Alltags verlangt man ein bißchen Esprit.
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Mittag
Am Waldessaume träumt die Föhre.
Am Himmel weiße Wölkchen nur.
Es ist so still, daß ich sie höre,
die tiefe Stille der Natur.
Rings Sonnenschein auf Wies’ und Wegen,
die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach.
Und doch, es klingt, als ström’ ein Regen
leis tönend auf das Blätterdach.
Wenn man älter wird, so lernt man eben einsehen, daß man von einem Menschen nicht alles verlangen kann, und daß man zufrieden sein muß, wenn ein Weinstock Trauben trägt.
Erst der Ernst macht den Mann, erst der Fleiß das Genie.
Luft und Licht heilt, aber den besten Balsam spendet doch ein gütiges Herz.
Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.
Wer rechnet, ist immer in Gefahr, sich zu verrechnen.