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In einem Buch kann man niemals das sagen, was man sagen möchte. Es ist einfach unmöglich.
Quelle: "Die rote Lilie" - 1894
Der Durchschnittsmensch, der nicht weiß, was er mit diesem Leben anfangen soll, wünscht sich ein anderes, das ewig dauern soll.
Das Leben ist eine fortlaufende
Kette von Treulosigkeiten.
Quelle: "Die rote Lilie" - 1894
Der Staat gleicht dem menschlichen Körper.
Nicht alle seine Verrichtungen sind edel.
Quelle: "Nützliche und erbauliche Meinungen des Herrn Abbé Jérôme Coignard" gesammelt von seinem Schüler Jaques Tournebroche, veröffentlicht von Anatole France, autorisierte Übertragung von Friedrich von Oppeln-Bronikowski - 1924
Die gute alte Zeit verdankt ihr Dasein unserem schlechten Gedächtnis.
Eine Frau ist ehrlich, wenn sie keine Lügen sagt.
Quelle: "Die rote Lilie" - 1894
Alle historischen Bücher, die keine Lüge enthalten, sind schrecklich langweilig.
Quelle: "Professor Bonnards Schuld" - 1911
Die Zivilehe bedeutet in Wirklichkeit nichts weiter als die Eintragung in eine Liste, die der Staat wie so manche andere aufstellt, um über die Verhältnisse der einzelnen unterrichtet zu sein In einem gesitteten Staat muss eben jeder seine Nummer haben.
Quelle: "Die rote Lilie" - 1894
Die Menschen haben aus ihm (Gott) eine verhaße Figur gemacht. Wie kann man zu so einem unsympathischen Wesen beten?
Die Justiz heiligt bestehende Ungerechtigkeiten. Hat sie sich jemals gegen die Eroberer aufgelehnt oder gegen die Gewalthaber, welche die Macht an sich gerissen haben?
Quelle: "Der fliegende Händler und andere Erzählungen" - 1921