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Franz Grillparzer

* 15.01.1791 - † 21.01.1872


Zitate von Franz Grillparzer

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Unsittlichkeit, du allgefräßiger Krebs,
Du Wurm an alles Wohlseins tiefsten Wurzeln,
Du Raupe an des Staates Lebensmark!
Wie schlecht verwehrtes Feuer gingst du auf
Und fraßest all mein Haus, mein Heil, mein Glück!


Quelle: "Ein treuer Diener seines Herrn. Trauerspiel in fünf Aufzügen" - 1830


Für den Wert des Menschen ist die Güte des Charakters das Höchste, aber für das Zusammenleben ist Humor und Temperament noch wichtiger.


Was nicht ist, das kann noch werden;
kurz und rasch ist Heldenbrauch;
was ein anderer kann auf Erden,
ei, bei Gott, das kann ich auch.


Am lautesten singen immer die, die falsch singen.


Das ist der inneren Zusammenhang des Dramas, daß jede Szene ein Bedürfnis erregen und jede eins befriedigen muß.


Dem Künstler ist die Bildung so notwendig und nützlich als jedem anderen Menschen. Er, der Künstler, aber muß auch die Gabe haben, auf seine Bildung, nach Erfordernis, zu vergessen.


Die moralische Kraft ist mir verdächtig, die den Weg der Stärke wählt, wenn er zugleich der des eigenen Vorteils ist.


Das sind die Starken, die unter Tränen lachen,
eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen.


Laßt mir doch das Wunderbare,
Es haben vor mir schon manche geehrt!
»Doch ist das Menschliche allein das Wahre.«
Wahr, aber nicht der Mühe wert.


Kunstliebe ohne Kunstsinn Bringt bei Fürsten wenig Gewinn, Sie öffnet Kunstschwätzern ihr Ohr, Und die Kunst bleibt einsam wie zuvor.


Auf die Hände küßt die Achtung,
Freundschaft auf die offne Stirn,
Auf die Wange Wohlgefallen,
Sel’ge Liebe auf den Mund;
Aufs geschloßne Aug die Sehnsucht,
In die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde;
Überall sonst die Raserei.


Immer fließen meine Tränen,
was auch die Erfahrung spricht;
für den Mut gibt’s ein Gewöhnen,
aber für die Sorge nicht.