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Franz Grillparzer

* 15.01.1791 - † 21.01.1872


Zitate von Franz Grillparzer

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Hoffnung und Erinnerung sind Rosen, von einem Stamme mit der Wirklichkeit, nur ohne Dornen.


Die großen Dichter sind aber nur darum groß, weil sie auch die Inkongruenzen der Natur zur Geltung zu bringen imstande sind.


Wollt ihr Dinge vor Brand bewahren, die glimmend sind,
so bitt ich euch vor allem: macht keinen Wind.


Publikum

Tun sich des Theaters Pforten auf,
Strömt ein der Pöbel in vollem Hauf,
Da ist es nun des Dichters Sache,
Daß er ein Publikum aus ihnen mache.


Erträglich ist der Mensch als Einzelner, Im Haufen steht die Tierwelt gar zu nah.


Jugend halte dir die Schale,
Freude schenke dir den Trank.
Jugend - auch im Abendstrahle -
Freud’ - auch wenn die Sonne sank.


Der erste Zorn spricht manches sprudelnd aus, was reifer überdacht, er nimmer übt.


Man ist nie eifersüchtiger, als wenn man in der Liebe anfängt, zu erkalten. Man traut dann der Geliebten/dem Geliebten nicht mehr, weil man dunkel fühlt, wie wenig einem selbst mehr zu trauen ist.


Quelle: "Ästhetische Studien, Sprachliche Studien, Aphorismen." - 1817

Ist der Pfeil auch weggenommen,
Ist es doch die Wunde nicht.


Wenn jemand meinte, die Bäume seien da, um den Himmel zu stützen, so müßten sie ihm alle zu kurz vorkommen.


Wie manches anders kommt,
Als man’s gedacht.
Allein, was tut’s?
Wir wollen darum nicht minder fröhlich sein!


Nur Knaben steht es an, ihre Helden in eitel Licht sehen zu wollen.


Quelle: "Das goldene Vließ. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen" - 1819