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Alfred Grünewald

* 17.03.1884 - † 09.09.1942


Alfred Grünewald wurde am 17. März 1884, als viertes und letztes Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie, in Wien geboren.

Nach dem Besuch der Realschule in Brigittenau immatrikulierte sich Grünewald 1902 an der Technischen Hochschule Wien für das Studium für Bauingenieurwesen und Architektur. Ebenfalls in diesem Jahr verstarb sein Vater, der der Witwe eine ausreichende Pension hinterließ.

Während dieser Zeit war er als Architekt und Mitarbeiter von Adolf Loos tätig. Bereits während seiner Studienzeit veröffentlichte Grünewald Gedichte in der Satirezeitschrift „Die Muskete“, der er bis in die 1920er Jahre treu blieb.

1917, nach dem Tod der Mutter bekam er den Hauptteil des väterlichen Vermögens zugesprochen.

Am 11. März 1938, dem Vorabend des Einmarsches der Nationalsozialisten in Österreich, versuchte Grünewald sich mit einer Überdosis Veronal das Leben zu nehmen.

Nach den Novemberpogromen wurde er am 14. November 1938 in das KZ Dachau verbracht, im Januar 1939 allerdings wieder entlassen und floh im März 1939, gemeinsam mit seiner Schwester Jenny und deren Ehemann Robert Wolf, in die Schweiz. Und kurze Zeit später nach Italien und Mitte April über die französische Grenzstadt Menton nach Südfrankreich, wo die drei Zuflucht in Nizza fanden.

Bis Herbst 1942 lebte er in Nizza, wo er von der Polizei des Vichy-Regimes festgenommen und in den Morgenstunden des 26. August 1942 in das Internierungslager Les Milles gebracht wurde. Eine Woche später ging es in das Sammellager Drancy bei Paris, von wo aus er mit 573 weiteren Gefangenen am 7. September nach Auschwitz deportiert wurde.

In Auschwitz wurde er vermutlich am 9. September 1942 in der Gaskammer ermordet.



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