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Johann Wolfgang von Goethe

* 28.08.1749 - † 22.03.1832


Zitate von Johann Wolfgang von Goethe

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Nichts schrecklicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.


Im Nehmen sei nur unverdrossen, Nach allem andern frag hernach!


Könnte Kotzebue sich innerhalb des ihm von Natur angewiesenen Kreises halten, so würde ich der erste sein, der ihn gegen ungerechte Vorwürfe in Schutz nähme-wir haben kein Recht, irgend jemandem Dinge abzufordern, die er von Natur aus nicht zu leisten imstande ist, aber so mischt er sich in tausend Dinge, wovon er kein Wort versteht.


Quelle: Goethe in einem Gespräch mit Johann Daniel Falk im Jahr 1810


Ein wenig besser würd’ er leben, Hättest du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben, Er nennt’s Vernunft und braucht’s allein, Nur tierischer als jedes Tier zu sein.


Dacht’ ich’s doch! Wissen sie nichts Vernünftiges mehr zu erwidern, Schieben sie’s einem geschwind in das Gewissen hinein.


Eine stille, ernsthafte Frau ist übel daran mit einem lustigen Mann, ein ernsthafter Mann nicht so mit einer lustigen Frau.


Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.


Wir haben zwar zur Not hier und da Schulen, auch Gymnasien und endlich die hochberühmten Universitäten, nichts aber zur wirklichen Bildung des Menschen und des Charakters. Daher sind die meisten auch so charakterlos unter uns.


Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988


Man weiß eigentlich das, was man weiß, nur für sich selbst. Spreche ich mit einem andrem von dem, was ich zu wissen glaube, unmittelbar glaubt er’s besser zu wissen, und ich muss mit meinem Wissen immer wieder in mich selbst zurückkehren.


Alt wird man wohl, aber klug?


Ja, mir hat es der Geist gesagt, und im innersten Busen / Regt sich Mut und Begier, dem Vaterlande zu leben und zu sterben.


Zwar nehmen ist recht gut, doch besser ist’s behalten.


Ich sag’s euch Geistern ins Gesicht: Den Geistesdespotismus leid’ ich nicht! Mein Geist kann ihn nicht exerzieren.


Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie nicht suchen.


Wer anderen Unbequemes sagt, macht sich selbst unbequem.


Dienen lerne beizeiten das Weib ...


Hexen lassen sich wohl durch schlechte Sprüche zitieren, Aber die Grazie kommt nur auf der Grazie Ruf.


Wunderlichstes Buch der Bücher
ist das Buch der Liebe;
aufmerksam hab’ ich’s gelesen:
wenig Blätter Freuden,
ganze Hefte Leiden;
einen Abschnitt macht die Trennung.
Wiedersehn! Ein klein Kapitel,
fragmentarisch, Bände Kummers,
mit Erklärungen verlängert,
endlos, ohne Maß.


Wer sich der Einsamkeit ergibt, ach, der ist bald allein!


Der Jugend Nachtgefährt ist Leidenschaft, Ein wildes Feuer leuchtet ihrem Pfad.


Er nennt’s Vernunft und braucht’s allein.
Nur tierischer als jedes Tier zu sein!


Der Sieger, wie er prangt, preist den gewogenen Gott, Und alles stimmt mit ein.


Große Gedanken und ein reines Herz, das ist’s, was wir von Gott erbitten sollten.


Die Neugier hält mich lebendig - das Interesse an dem, was die Begrenzung meiner Erfahrungen sprengt. Sie läßt mich wachsen, indem sie mich an meine Grenze bringt und darüber hinaus sehen und gehen läßt. Denken, was undenkbar ist, erfahren, was unfaßbar erscheint - bis aus der Fülle der Möglichkeiten sich ein neues Bild der Wirklichkeit ergibt...
Was immer du tun und erträumen kannst, du kannst damit beginnen. In der Kühnheit wohnen Schöpferkraft, Stärke und Zauber.


Im Hause, wo der Gatte sicher waltet, Da wohnt allein der Friede, den vergebens / Im Weiten, du da draußen, suchen magst.


Niemand kann sich umprägen und niemand seinem Schicksale entgehn.


Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat.


Die Musik ist heilig oder profan. Das Heilige ist ihrer Würde ganz gemäß, und hier hat sie die größte Wirkung aufs Leben, welche sich durch alle Zeiten und Epochen gleich bleibt. Die profane sollte durchaus heiter sein.


Die neuere Zeit schätzt sich selbst zu hoch, wegen der großen Masse Stoffes, den sie umfasst. Der Hauptvorzug des Menschen beruht aber nur darauf, inwiefern er den Stoff zu behandeln und zu beherrschen weiß.


Feindes Mund frommt selten.


Was man zu heftig fühlt, fühlt man nicht allzulang.


Sie streiten sich, so heißt’s um Freiheitsrechte!
Genau besehn sind’s Knechte gegen Knechte.


Man könnt’ erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären.


Den Deutschen ist nichts daran gelegen, zusammenzubleiben, aber doch, für sich zu bleiben. Jeder, sei er auch, welcher er wolle, hat so ein eignes Fürsich, das er sich nicht gern möchte nehmen lassen.


Natürlich, wenn ein Gott sich erst sechs Tage plagt Und selbst am Ende Bravo sagt, Da muss es was Gescheites werden!


Kunst: eine andere Natur, auch geheimnisvoll, aber verständlicher, denn sie entspringt aus dem Verstande.


Bei jedem Kunstwerk, groß oder klein, bis ins Kleinste kommt alles auf die Konzeption an.


Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.


Der denkende Mensch hat die wunderliche Eigenschaft, dass er an die Stelle, wo das unaufgelöste Problem liegt, gerne ein Phantasiebild hinfabelt, das er nicht loswerden kann, wenn das Problem auch aufgelöst und die Wahrheit am Tage ist.


Die Sakramente sind das Höchste der Religion, das sinnliche Symbol einer außerordentlichen göttlichen Gunst und Gnade.


Langeweile, du bist ärger als ein kaltes Fieber.


Nicht jeder wandelt nur gemeine Stege:
Du siehst, die Spinnen bauen luft’ge Wege.


Der Mensch braucht nur wenige Erdschollen, um drauf zu genießen, weniger, um drunter zu ruhen.


Denn jeder Unmut ist eine Geburt, ein Zögling der Einsamkeit.


Ein jeglicher denkt nur, sich selbst und das nächste Bedürfnis
schnell zu befriedigen und rasch, und nicht das Folgende denkt er.


s ist wohl auch fein, Ein wackrer Mann zu seiner Zeit zu sein.


Mir ist es, denk’ ich nur an dich,
Als in den Mond zu sehn;
Ein stiller Friede kommt auf mich
Weiß nicht, wie mir geschehn.


Die Gefahr lässt sich nicht auslernen.


Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.


Man frage sich, ob nicht ein jedes fremde, aus seiner Umgebung gerissene Geschöpf einen gewissen ängstlichen Eindruck auf uns macht, der nur durch Gewohnheit abgestumpft wird.