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Die Lüge, Mensch! ist dein Vergnügen;
Du lehrst sogar die Steine lügen.
Quelle: "Epigrammen und vermischte Gedichte. - Sinngedichte: Über Grabschriften auf dem Gottesacker." - 1805
Unger, Berlin, 1. Band S. 195
Des dummen Wanderns ist auf Erden schon genug:
Bewahre mich, mein Gott, vor Seelenwanderung!
Quelle: "Der neue teutsche Merkur. - Sinngedichte: Fauls letzte Worte." - 1797
Weimar und Leipzig, S. 126
Suche, willst du glücklich sein,
nicht wie tausend Toren
nur mit deinen Augen, nein,
auch mit deinen Ohren!
Ich bin, gottlob! altadelig, Jedoch mein Sohn, das ärgert mich, Zählt ein Ahne mehr als ich.
Nie hat Ehre noch erstritten,
der sie andern abgeschnitten.
Mehr liebt, wen Eifersucht entflammt,
doch besser liebt, wer sie verdammt.
Amors Klage
Sonst, wenn mir vom Bogen
goldene Pfeile flogen,
ach, wie heiß und wahr
liebte sich ein Paar!
Noch sind alle Herzen
rasch zu Minnesscherzen,
aber laulich kalt,
treulos, o wie bald!
Mich ergreift Entsetzen.
Menschen! Euch ergetzen
unstet von Natur
meine Flügel nur.