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Wir leben in den Zeiten des Weltgerichts, aber des stummen, wo die Dinge von selbst zusammenbrechen.
Unter allen entsetzlichen Dingen ist das entsetzlichste die Musik, wenn sie erst erlernt wird.
Der Mann traf seine Frau im Ehebruch. »Freund«, rief sie ihm entgegen, »ich wollte mich bloß überzeugen, dass du in allen Dingen einzig bist.«
Der Schmerz ist ein Eigentum wie das Glück und die Freude.
Niemand spricht eine Wahrheit aus, die er nicht mit einem Irrtum verzollen müßte.
Das einzige Resultat dieser Dressur, die den heutigen Namen der Bildung usurpiert, scheint darin zu bestehen, daß sie die Adern unterbindet, die das Individuum mit der Natur verknüpfen und so die Zirkulation des frischen Blutes hemmt, daß sie den Instinkt tötet, ohne den Verstand oder die Vernunft zu wecken.
Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988
Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber es glänzt auch nicht alles, was Gold ist.
O, wie liebt der Mensch, wenn sich zwischen ihn und das Geliebte die Unmöglichkeit stellt.
Ein Geizhals gönnt sich einen Genuß und liest in einem Kochbuch.
Schäme Dich! Das ist die billigste Manier um an Rouge zu kommen.
Würdige keinen deines Hasses, den du nicht auch der Liebe würdigen könntest!
Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz.