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Heinrich Heine

* 13.12.1797 - † 17.02.1856


Zitate von Heinrich Heine

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Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
die hat einen anderen erwählt;
der andere liebt eine andre
und hat sich mit dieser vermählt.
Das Mädchen heiratet aus Ärger
den ersten besten Mann,
der ihr über den Weg gelaufen;
der Jüngling, der ist übel dran.
Es ist eine alte Geschichte,
doch bleibt sie immer neu;
und wem sie just passiert,
dem bricht das Herz entzwei.


Für die Güte der Republik könnte man denselben Beweis anführen, den Boccaccio für die Religion anführte: Sie besteht trotz ihrer Beamten.


Der Frondienst des Periodenbaus muß abgeschafft und die Zuchtrute der Grammatik, womit Schultyrannen uns schon frühzeitig peinigen, muß gebrochen werden.


Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988

Das Gute wird immer den Sieg über das Schöne behaupten.


In uns selbst liegen die Sterne des Glücks.


Rom wollte herrschen, als seine Legionen gefallen waren, schickte es Dogmen in die Provinzen.


Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.


Diejenigen fürchten das Pulver am meisten, die es nicht erfunden haben.


Neuer Frühling

Sterne mit den goldnen Füßchen
Wandeln droben bang und sacht,
dass sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der Nacht.

Horchend stehn die stummen Wälder,
Jedes Blatt ein grünes Ohr!
Und der Berg, wie träumend streckt er
Seinen Schattenarm hervor.

Doch was rief dort? In mein Herze
Dringt der Töne Widerhall.
War es der Geliebten Stimme,
Oder nur die Nachtigall?


Wir wissen, dass ein Glück, das wir der Lüge verdanken,
kein wahres Glück ist.