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Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und daß man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen läßt.
Aus dem Umgange mit Freunden muß alle Verstellung verbannt sein. Da soll alle falsche Scham, da soll aller Zwang, den Konvenienz, übertriebne Gefälligkeit und Mißtraun im gemeinen Leben auflegen, wegfallen. Zutraun und Aufrichtigkeit müssen unter innigen Freunden herrschen.
Man pflegt zu sagen: das sicherste Mittel, Freunde zu haben, sei - keiner Freunde zu bedürfen.
Sei nicht jedermanns Freund und Vertrauter!
Menschen sind nicht halb so gut, wie ihre Freunde sie schildern und nicht halb so schlecht, wie ihre Feinde behaupten.
Zu vertraulicher Umgang erzeugt widrige Eindrücke.
Sei pünktlich, ordentlich, arbeitsam, fleißig in deinem Beruf!
Keine Wohltat ist größer als die des Unterrichtes und der Bildung. Wer jemals etwas dazu beigetragen hat, uns zu weisern, bessern und glücklicheren Menschen zu machen, der müsste unseres wärmsten Dankes lebenslang gewiß sein können!
Quelle: "Schriften. Über den Umgang mit Menschen" - 1788
Lob kitzelt den Eitlen unaussprechlich.
Man sei äußerst heikel in der Annahme von Freundschaftsdiensten. Man suche lieber Hilfe bei Fremden, besonders in Geldsachen.