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Giacomo Leopardi

* 29.06.1798 - † 14.06.1837

Foto des Autors: Giacomo Leopardi
By Gaetano Guadagnini (Bologna 1800 - 1860) (Unknown) [Public domain], via Wikimedia Commons

Zitate von Giacomo Leopardi

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Kein Jahrhundert reiner Barberei hat sich je für barbarisch gehalten, sondern jedes hat noch immer geglaubt, die Blüte der Jahrhunderte und das vollkommenste Zeitalter des menschlichen Geistes und der Gesellschaft zu sein.


Glauben ist so weit davon entfernt, mit der Unwissenheit unvereinbar zu sein, dass man ruhig behaupten kann, er sei im Gegenteil mit der Unwissenheit eher vereinbar als mit dem Wissen.


Wer nur ein halber Weiser ist, bekämpft den schönen Wahn, eben weil er selbst einem Wahn unterliegt, der wahre Weise liebt ihn und wirbt für ihn, eben weil er frei von Wahn ist.


Schweigsamkeit ist die Sprache aller starken Gefühle: der Liebe (und gerade in ihren schönsten Augenblicken), des Zornes, der Verwunderung, der Furcht usf.


Die großen Wahrheiten, vor allem auf theoretischem, metaphysischem und psychologischem Gebiet lassen sich eigentlich nur durch eine von Begeisterung beseelte Vernunft und nur von Menschen aufdecken, die dieser Begeisterung fähig sind.