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Laotse

* 6. oder 3. Jh. v. Chr.


Zitate von  Laotse

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Laß den Zorn, die stürmische Erregung.
Alles Ungestüm hat keine Dauer:
Keine Stunde währt ein Hagelschauer,
keinen Tag des Wirbelwinds Bewegung.
Rasch verglüht des Blitzes Feuerklinge -
Und dies sind des Himmels große Mächte.
Stille ziemt dem kleinen Geschlechte.
Und selber ordnen sich die Dinge.


Glanz und Ehren mit Hochmut gepaart, ziehen sich selbst ins Verderben.


Je geschickter die Menschen, umso mehr seltene Waren.


Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt.


Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe.


Die größte Offenbarung ist die Stille.


Der Sprechende mag ein Narr sein, Hauptsache der Zuhörer ist weise.


Das Weichste in dieser Welt überwindet das Härsteste;
Das Nichts kann dort sein, wo kein Raum ist.
Daran erkennen wir den Wert des Nichts-Tuns.
Lehren ohne Worte, beim Tun im Nichts-Tun verweilen:
das verstehen nur wenige.


Wissen, daß man nichts weiß, ist wahre Weisheit. Nichtwissen für Wissen achten, ist Leid.


Sich an der Eroberung zu ergötzen bedeutet, sich am Verlust menschlichen Lebens zu erfreuen.


Dreißig Speichen gehören zu einer Nabe,
doch erst durch das Nichts in der Mitte
kann man sie verwenden;

man formt Ton zu einem Gefäß,
doch nur durch das Nichts im Innern
kann man es benutzen;

man macht Fenster und Türen für das Haus,
doch erst durch das Nichts in den Öffnungen
erhält das Haus seinen Sinn.

Somit entsteht der Gewinn
durch das, was da ist,
erst durch das, was nicht da ist.


Wahrhaft lebt, wer im Tod besteht.