Apho Logo


Nikolaus Lenau

* 13.08.1802 - † 22.08.1850


Zitate von Nikolaus Lenau

Insgesamt finden sich 25 Texte im Archiv.
Es werden maximal 5 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Töricht haschen wir auf Erden
nach des Glückes Irrlichtschein;
wer sich quält, beglückt zu werden,
hat die Zeit nicht, es zu sein.


Die Jugend folgt, ein Rosenblatt, den Winden.


Auf dem Teich, dem regungslosen,
weint des Mondes holder Glanz,
flechtend seine bleichen Rosen
in des Schilfes grünen Kranz.

Weinend muß mein Blick sich senken:
durch die tiefste Seele geht
mir ein süßes Deingedenken,
wie ein stilles Nachtgebet.


Ich sah den Lenz einmal,
Erwacht im schönsten Tal;
Ich sah der Liebe Licht
Im schönsten Angesicht.

Und wandl’ ich nun allein
Im Frühling durch den Hain,
Erscheint aus jedem Strauch
Ihr Angesicht mir auch.


Wenn so ein gutes Weib kocht, brät und schürt Und in den Topf den Wunsch des Herzens rührt, dass es den Gästen schmecke und gedeihe, Das gibt den Speisen erst die rechte Weihe!