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Paula Modersohn-Becker

* 08.02.1876 - † 21.11.1907


Zitate von Paula Modersohn-Becker

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Wenn der Baum im Herbst die Blätter fallen lässt, dann schaut man dem zu und segnet den Willen der Natur. Denn die Kraft stirbt nicht, und im Frühling ersteht ein neuer grüner Zauber.


Ich gehe durch diese große Stadt, ich blicke in tausend Augen. Ganz selten finde ich da eine Seele. Man winkt sich mit den Augen, grüßt sich, und ein jeder geht weiter seinen einsamen Weg.


Ich will nicht halb sein, ich will ganz sein.


Nimm meine Seele und trinke sie. Trinke sie in einem heißen kuss der Liebe.


Mangel an Geld schmiedet uns fest an die Erde, man bekommt die Flügel beschnitten, man merkt es nicht, weil die Schere ganz vorsichtig täglich nur eine Ahnung abschneidet.


Wie kann man das Leben verstehen, wenn man es nicht auffasste als das Arbeiten jedes Einzelnen am Geiste, man kann wohl sagen, am Heiligen Geiste.


Nach Kraft ringen. Das klingt alles so dramatisch. Man tut eben, was man kann und legt sich dann schlafen. Und auf diese Weise geschieht es, dass man eines Tages etwas geleistet hat.