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Setz’ einen Frosch auf einen weißen Stuhl,
er hüpft doch wieder in den schwarzen Pfuhl.
Fliegt der Schnee mir ins Gesicht,
Schüttl’ ich ihn herunter.
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Sing’ ich hell und munter.
Höre nicht, was er mir sagt,
Habe keine Ohren.
Fühle nicht, was er mir klagt,
Klagen ist für Toren.
Einsamkeit
Wie eine trübe Wolke durch heitre Lüfte geht,
wann in der Tanne Wipfel ein mattes Lüftchen weht:
So zieh’ ich meine Straße dahin mit trägem Fuß
durch helles, frohes Leben einsam und ohne Gruß.
Ach, daß die Luft so ruhig! Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten, war ich so elend nicht.
Nichts ist dem Menschen schwerer zu tragen Als eine Last von guten Tagen.
Wie ein Kind, das von dem Vater ließ auf einen Gaul sich heben,
also reitest du, o Bruder, also reit’ ich durch das Leben.
Weil des Rosses Zaum wir halten, glaubst du, daß wir es regieren?
Sieh, der Vater geht daneben, an der Halfter es zu führen!