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Thomas Mann

* 06.06.1875 - † 12.08.1955

Illustration mit dem Titel: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull"
Illustration von © Michael Blümel
Illustration mit dem Titel: Tonio Kröger
"Tonio Kröger"
Illustration von © Michael Blümel

Zitate von Thomas Mann

Insgesamt finden sich 15 Texte im Archiv.
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Bildung ist nicht in stumpfer Fron und Plackerei gewonnen, sondern ist ein Geschenk der Freiheit und des äußeren Müßigganges; man erringt sie nicht, man atmet sie ein; verborgene Werkzeuge sind ihretwegen tätig, ein geheimer Fleiß der Sinne und des Geistes, welcher sich mit scheinbar völliger Tagedieberei gar wohl verträgt, wirbt stündlich um ihre Güter, und man kann wohl sagen, daß sie den Erwählten im Schlafe anfliegt.


Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988

Ist die Welt je durch etwas anderes geändert worden als durch den Gedanken und seinen magischen Träger, das Wort?


Quelle: "Denken und Leben." Tbe Virginia Quarterly Review. Charlottesville, Virginia - 1941

Parteinahme ist unhistorisch, historisch allein ist die Gerechtigkeit. Nur allerdings, eben darum und wohl überlegt ... Gerechtigkeit ist nicht Jugendhitze und frisch-fromm-fröhliche Entschlossenheit, sie ist Melancholie. Da sie jedoch von Natur Melancholie ist, so sympathisiert sie auch von Natur und insgeheim mit der melancholischen, der aussichtslosen Partei und Geschichtsmacht mehr als mit der frisch-fromm-fröhlichen. Am Ende, besteht sie aus solcher Sympathie und wäre ohne sie gar nicht vorhanden?


Quelle: "Denken und Leben." Tbe Virginia Quarterly Review. Charlottesville, Virginia - 1941

Ein Lehren, das aus dem Erleben kommt, wird immer zu Herzen gehen.


Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988

Es ist immer töricht, das «Glück» als ein Unverdientes von den Verdiensten abzusondern, es gehört dazu.


Quelle: "Denken und Leben." Tbe Virginia Quarterly Review. Charlottesville, Virginia - 1941